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	<title>Demokratie 4.0</title>
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	<description>Ein neuartiges Demokratiekonzept mit direkter Bürgerbeteiligung.</description>
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		<title>Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 13:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#60;&#60; Zum ersten Teil des Berichts »Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige« (15.-20.02.2012) Leider ist schon wieder ein Update für den Bericht über die Schülerproteste in Valencia fällig. Der gestrige Montag endete mit 26 Festnahmen,  einer Pressekonferenz des Polizeichefs von Valencia und der Delegierten der Zentralregierung in der Provinz Valenica und Protesten, die die ganze Nacht hindurch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=277&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige" href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/18/valencia-polizeigewalt-lluisvives/">&lt;&lt; Zum ersten Teil des Berichts »Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige« (15.-20.02.2012)</a></strong></p>
<p>Leider ist schon wieder ein Update für den Bericht über die Schülerproteste in Valencia fällig. Der gestrige Montag endete mit 26 Festnahmen,  einer Pressekonferenz des Polizeichefs von Valencia und der Delegierten der Zentralregierung in der Provinz Valenica und Protesten, die die ganze Nacht hindurch andauerten. Es gab mehrere Verletzte, darunter ein 15-jähriges Mädchen mit Schädelfraktur.</p>
<p>Während der Pressekonferenz zu den Vorfällen leugnete die Delegierte der Zentralregierung, Paula Sánchez de León, dass es Gewalt und Repressalien von Seiten der Polizei gegeben habe. Gleichzeitig  rechtfertigte der Polizeichef von Valencia, Antonio Moreno, die Vorgehensweise der Polizei und sagte, die Beamten seien »kontinuierlicher Provokation und Beleidigung« durch die Demonstratenten ausgesetzt gewesen. Er ging sogar so weit, die Demonstranten, die in ihrer Mehrheit immer noch Schüler und Studenten sind, als »Feinde« zu bezeichnen:</p>
<blockquote><p>»Die Polizei war in der Verpflichtung, eine Aggression abzuwehren.«</p>
<p>Auf die Frage, wie viele Polizeikräfte sich im Einsatz befanden antwortete er: »Es wäre unvernünftig, dem Feind meine Kräfte offen zu legen.«</p>
<address><em>Quelle:<a title="http://www.elmundo.es/elmundo/2012/02/20/valencia/1329761802.html" href="http://www.elmundo.es/elmundo/2012/02/20/valencia/1329761802.html" target="_blank"> El Mundo, 20.02.2012</a></em></address>
</blockquote>
<address> </address>
<div id="attachment_279" class="wp-caption aligncenter" style="width: 320px"><a href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/02/primaveravalenciana.jpg"><img class="size-full wp-image-279" title="#primaveravalenciana" src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/02/primaveravalenciana.jpg" alt="#primaveravalenciana" width="310" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">»Er hat ein Buch! Er hat ein Buch!«</p></div>
<p><span id="more-277"></span>Am Abend versammelten sich erneut Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern und Eltern im <em>Instituto Lluís Vives</em>, es war geplant, die Schule über Nacht besetzt zu halten. Es kam allerdings zum Polizeieinsatz im Inneren des Schulgebäudes, woraufhin die Direktorin die Aktion absagte. Die ganze Nacht hindurch zogen Polizeitrupps in voller Kampfmontur durch die Stadt und erstickten die überall aufflammenden Proteste. Gegelentlich ist es zum Einsatz von Gummigeschossen gekommen.</p>
<p>Nach einer Protestkundgebung vor der Delegation der Zentralregierung, deren Vorsitzende Paula Sánchez de León die politische Verantwortung für den Polizeieinsatz trägt, zogen Hunderte von Studenten, Lehrer und Professoren auf den Campus der Universität, wo sie die Fakultät für Geschichte besetzten und dort eine Asamblea mit etwa 400 Teilnehmern abhielten, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Die Studenten erklärten sich solidarisch mit den Schülern, ähnliches geschah auch in Madrid und Barcelona. Es ist also zu erwarten, dass es in den nächsten Tagen zu Studentenprotesten in mehreren spanischen Städten kommen wird. Es hat sich bereits der Twitter-Hashtag <a title="https://twitter.com/#!/search/%23primaveravalenciana" href="https://twitter.com/#!/search/%23primaveravalenciana" target="_blank">#primaveravalenciana</a> (Valencianischer Frühling) etabliert.</p>
<p>Die Dekanin der Universität von Valencia verweigerte in der Nacht Polizisten, den Zugang zu dem Gebäude und berief sich auf die rechtliche Autonomität der Universität. Damit verhinderte sie die Räumung der Studenten. Das Universitätsgebäude war die ganze Nacht über von Polizisten umstellt. Es wurde entschieden, die Proteste gegen das Vorgehen der Polizei so lange fortzusetzen, bis die Delegierte der Zentralregierung zurücktritt.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img title="http://imagenes.publico.es/resources/archivos/2012/2/21/1329790467629asambleadn.jpg" src="http://imagenes.publico.es/resources/archivos/2012/2/21/1329790467629asambleadn.jpg" alt="" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Asamblea der Studenten im besetzten Universitätsgebäude, 20./21.02.2012</p></div>
<p>Für den heutigen Dienstag sind folgende Aktionen geplant:</p>
<p>*13.30 Uhr: Treffpunkt auf der Plaza del Ayuntamiento (Rathausplatz)<br />
*14.45 Uhr: Marsch vom Universitätscampus (Fakultät für Geschichte) bis zum <em>Instituto Lluís Vives</em><br />
*15.30 Uhr: Unterstützung für die Schüler bei der Fortsetzung ihrer Proteste am <em>Instituto Lluís Vives </em> (<a title="https://twitter.com/#!/search/%23ieslluisvives" href="https://twitter.com/#!/search/%23ieslluisvives" target="_blank">#IESLuisVives</a>)<br />
*20.00 Uhr: Demonstration am Sitz des Partido Popular (PP, Volkspartei) für den Rücktritt der Delegierten der Zentralregierung Paula Sánchez de León</p>
<p>Außerdem haben sich aus dem Umland Valencias zahlreiche Schüler zur Unterstützung der Proteste angekündigt. Diese werden allerdings erst später eintreffen, da die Schule erst um 15.30 aus ist&#8230;</p>
<p>In der spanischen Medienlandschaft erregen die Ereignisse von Valencia durchaus Aufsehen und Entsetzen, während sich am fünften Tag der Proteste in den deutschen Medien die ersten kurzen und unvollständigen Berichte dazu finden. So berichtet SPIEGEL Online in einem<a title="http://spon.de/ve65e" href="http://spon.de/ve65e" target="_blank"> kurzen Video</a> von »Studentenprotesten«. Die größte spanische Tageszeitung <em>El País</em> wundert sich über das brutale Vorgehen der Polizei, die weder bei den Demonstrationen und Acampadas der Bewegung 15-M im vergangenen Jahr noch bei den lang anhaltenden Bürgerprotesten gegen den Abriss des Stadtviertels El Cabanyal derart hart reagierte. <em>El Páis</em> erkennt an, dass bei den  Schülerprotesten in Valencia bisher nicht eine Schaufensterscheibe eingeschlagen und nicht eine Straßenlaterne umgetreten wurde und setzt dies ins Verhältnis zu den 43 Festnahmen und zahlreichen Verletzten der letzten vier Tage.</p>
<p>Ein Bericht in englischer Sprache mit vielen Bildern und Videos findet sich auf <a title="http://roarmag.org/2012/02/spain-valencia-students-protest-brutality-violence/" href="http://roarmag.org/2012/02/spain-valencia-students-protest-brutality-violence/" target="_blank">RoarMag.org</a>.</p>
<p><em>Bericht in den Abendnachrichten des katalanischen Fernsehens TV3 vom 21.02.2012</em><br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/21/valencia-polizeigewalt-lluisvives-teil2/"><img src="http://img.youtube.com/vi/FuXK50u5CUQ/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
Um einen spanischen Blogeintrag zu zitieren:</p>
<blockquote><p><em>Letztendlich werden es weder der 15-M, noch die Zwangsräumungen oder die Arbeitsmarktreform sein, die dafür sorgen, dass Spanien endlich aufsteht: Es werden die Schüler eines valencianischen Gymnasiums sein, die auf die Straße gingen, weil ihnen in den Klassenräume zu kalt war. Wir werden alle aufstehen weil wir sehen, wie sie unsere Kinder schlagen, misshandeln und als Terroristen festnehmen, einfach nur, weil sie verlangt haben, dass ihre Schule geheizt wird.</em></p>
<p><em>Die Passivität macht Dich zu einem Komplizen dieser Taten.</em></p>
<address><a title="http://aristonicobelargios.wordpress.com/2012/02/21/valencia-cuando-la-mentira-es-evidente/" href="http://aristonicobelargios.wordpress.com/2012/02/21/valencia-cuando-la-mentira-es-evidente/" target="_blank">Pensamientos Alternados, Valencia: Cuando la mentira es evidente</a></address>
</blockquote>
<address> </address>
<address><strong><a title="Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige" href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/18/valencia-polizeigewalt-lluisvives/">&lt;&lt; Zum ersten Teil des Berichts »Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige« (15.-20.02.2012)</a></strong></address>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://demokratie4punkt0.de/category/aktionen/'>Aktionen</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/spanische-protestbewegung/'>Spanische Protestbewegung</a> Tagged: <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/lluisvivessinmiedo/'>#LluisVivesSinMiedo</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/primaveravalenciana/'>#primaveravalenciana</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/protest-2/'>Protest</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/schulerprotest/'>Schülerprotest</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/spanien-2/'>Spanien</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/valencia/'>Valencia</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/277/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=277&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Massendemonstrationen gegen Rajoys Arbeitsmarktreform (#19F)</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 21:41:10 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen Sonntag ist es in Spanien wieder zu Massendemonstrationen gekommen, zu denen die größten Gewerkschaften des Landes, CCOO und UGT, aufgerufen hatten. In 57 Städten gingen weit über eine Million Menschen auf die Straßen, um gegen die als ungerecht, rückschrittlich und als ein Angriff auf die Rechte aller Arbeitnehmer empfundene Arbeitsmarktreform zu protestieren. Diese Reform wurde am 11. Februar unter der Führung von Ministerpräsident Mariano Rajoy vom Parlament verabschiedet. Offizielles Ziel ist es, die hohe Arbeitslosigkeit zu reduzieren und Spanien international wettbewerbsfähiger zu machen. Dabei handelt es sich allerdings um eine harte Beschneidung sämtlicher Rechte der Arbeitnehmer; so wird es Arbeitgebern zum Beispiel künftig möglich sein, einseitige Lohnkürzungen durchzusetzen und Arbeitnehmer im ersten Jahr ohne weiteres (auch ohne Abfindung) auf die Straße zu setzen. Dies gilt sogar für schwangere Frauen. Kritiker sagen, dass diese Arbeitsmarktreform Spanien weiterbringen soll auf dem Weg zu einer »marktkonformen Demokratie nach deutschem Vorbild«. <a title="Extrem aggressive Arbeitsmarktreform nach deutschem Vorbild" href="http://uhupardo.wordpress.com/2012/02/11/extrem-aggressive-arbeitsmarkt-reform-nach-deutschem-vorbild/" target="_blank">Einzelheiten über diese Reform finden sich beim Uhupardo. </a></p>
<p>Nach Gewerkschaftsangaben gingen in Madrid über 500.000 Menschen auf die Straße; 450.000 in Barcelona; 300.000 in Valencia. Selbst aus relativ kleinen Städten, wie dem asturianischen Gijón, wurden 50.000 Teilnehmer gemeldet. Die Polizei bestätigte jeweils nur ein Zehntel der von den Gewerkschaften gemachten Angaben. Diese teilten auch mit, dass es sich landesweit um die größten Demonstrationen seit dem Generalstreik von 1988 handelte. (<a title="http://www.zeit.de/1988/52/vom-grossen-krach-in-die-krise" href="http://www.zeit.de/1988/52/vom-grossen-krach-in-die-krise" target="_blank">Dazu siehe diesen Artikel in »Die Zeit« vom 23.12.1988</a>.)</p>
<p>Für den 15. März wird von Gewerkschaften und verschiedenen anderen Organisationen ein Generalstreik anvisiert, der bisher allerdings noch nicht bestätigt ist.</p>
<p>Einige Impressionen:</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/19/massendemonstrationen-arbeitsmarktreform/"><img src="http://img.youtube.com/vi/4Ur_Z9cHg_M/2.jpg" alt="" /></a></span><span id="more-267"></span></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 720px"><img class=" " title="http://estaticos.20minutos.es/img2/recortes/2012/02/19/49111-888-550.jpg" src="http://estaticos.20minutos.es/img2/recortes/2012/02/19/49111-888-550.jpg" alt="" width="710" height="440" /><p class="wp-caption-text">Barcelona</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 735px"><img class="   " title="http://estaticos.20minutos.es/img2/recortes/2012/02/19/49084-944-550.jpg" src="http://estaticos.20minutos.es/img2/recortes/2012/02/19/49084-944-550.jpg" alt="" width="725" height="422" /><p class="wp-caption-text">Barcelona</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 749px"><img class="  " title="http://estaticos.20minutos.es/img2/recortes/2012/02/19/49110-821-550.jpg" src="http://estaticos.20minutos.es/img2/recortes/2012/02/19/49110-821-550.jpg" alt="" width="739" height="495" /><p class="wp-caption-text">Anhänger der Bewegung 15-M in Madrid</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 710px"><img class=" " title="http://comunidad.lne.es/servicios/galeriasMultimedia/media/38728/imagenes/1329661711913_ManiiJuan-(4).jpg" src="http://comunidad.lne.es/servicios/galeriasMultimedia/media/38728/imagenes/1329661711913_ManiiJuan-(4).jpg" alt="" width="700" height="467" /><p class="wp-caption-text">Gijón</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><img class=" " title="https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc7/407252_336469406395554_258039744238521_964806_1298833114_n.jpg" src="https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc7/407252_336469406395554_258039744238521_964806_1298833114_n.jpg" alt="" width="420" height="508" /><p class="wp-caption-text">Zaragoza</p></div>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://demokratie4punkt0.de/category/aktionen/'>Aktionen</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/spanische-protestbewegung/'>Spanische Protestbewegung</a> Tagged: <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/arbeitsmarktreform/'>Arbeitsmarktreform</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/barcelona-2/'>Barcelona</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/demonstration/'>Demonstration</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/generalstreik/'>Generalstreik</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/madrid-2/'>Madrid</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/mariano-rajoy/'>Mariano Rajoy</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/protest-2/'>Protest</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/spanien-2/'>Spanien</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/valencia/'>Valencia</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/267/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=267&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 00:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Spanische Protestbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[#LluisVivesSinMiedo]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeigewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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		<description><![CDATA[Weiterlesen: Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige &#8211; Teil 2 (20./21.02.2012) &#62;&#62; In der letzten Woche kam es in Valencia zu erschreckenden Szenen, die spanienweit für Empörung und Entsetzen gesorgt haben. Die Nationalpolizei ging gewaltsam gegen minderjährige Schüler vor, deren Vergehen darin bestand, während einer Demonstration den Verkehr auf einer Straße unterbrochen zu haben. In der Region [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=246&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:right;"><strong><a title="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/21/valencia-polizeigewalt-lluisvives-teil2/" href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/21/valencia-polizeigewalt-lluisvives-teil2/">Weiterlesen: Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige &#8211; Teil 2 (20./21.02.2012) &gt;&gt;</a></strong></p>
<p>In der letzten Woche kam es in Valencia zu erschreckenden Szenen, die spanienweit für Empörung und Entsetzen gesorgt haben. Die Nationalpolizei ging gewaltsam gegen minderjährige Schüler vor, deren Vergehen darin bestand, während einer Demonstration den Verkehr auf einer Straße unterbrochen zu haben.</p>
<p>In der Region Valencia finden bereits seit Wochen an vielen Schulen täglich Kundgebungen gegen die Kürzungen im Bildungswesen statt. So auch am Gymnasiums »Lluís Vives« in der Innenstadt Valencias, dessen Schüler  sich für den Nachmittag des 15. Februar zu einer Demonstration vor ihrer Schule verabredet hatten, um auch gegen die speziellen Zustände an ihrer Schule zu protestieren. Einigen Berichten zufolge gab es in dieser Schule bereits seit einiger Zeit keine Heizung mehr. Der Protest bestand in einer Versammlung und einer Straßensperre von ungefähr zehn Minuten. An diesem Mittwoch wurden die Schüler jedoch bereits von der Polizei erwartet und aufgefordert, die Demonstration zu verlassen. Als sich einige Schüler weigerten und weiterhin versuchten, die vor der Schule verlaufende Straße zu blockieren, kam es zu einem Gerangel zwischen Schülern und der Polizei in dessen Folge ein Minderjähriger festgenommen wurde.</p>
<div id="attachment_250" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/02/al38wffcqaewerm.jpg"><img class="size-medium wp-image-250" title="Al38WFfCQAEwerm" src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/02/al38wffcqaewerm.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bild von Twitter-Nutzer @susomb; 17.02.2012, 19.00 Uhr</p></div>
<p><span id="more-246"></span>Am nächsten Tag fand am gleichen Ort eine Demonstration statt, um gegen die Festnahme des Minderjährigen vom Vortag und das harte Vorgehen der Polizei zu protestieren. Etwa 300 Protestierende, darunter viele Schüler und ihre Lehrer, versammelten sich im Zentrum Valencias. Diesmal blockierte ein starkes Polizeiaufgebot die Straße, es kam bereits hier zu sechs Festnahmen. Die Menschenmenge zog weiter vor die Delegation der Zentralregierung, die für den Polizeieinsatz verantwortlich ist, und von dort weiter durch einige der naheliegenden Einkaufsstraßen. Dort wurde der Protestzug dann schließlich von starken Polizeikräften aufgehalten. Die Schüler wurden von Polizisten von der Straße auf den Bürgersteig gedrängt, wodurch es zu Handgreiflichkeiten und dem Einsatz von Schlagstöcken kam. Letztendlich wurden an diesem Tag acht Personen festgenommen, von denen einige die Nacht hinter Gittern verbringen mussten.</p>
<p><strong>Bericht einer Schülerin:</strong></p>
<blockquote><address>Hallo, ich bin eine 14-jährige Schülerin, die attackiert wurde, obwohl ich ein verletztes Bein hatte und mich schlecht bewegen kann. Sie haben mich attackiert, weil ich auf dem Boden gesessen habe, sie haben mich an den Haaren gezogen, getreten, angefasst und über den Boden geschleift. Sie haben mir auf das verletzte Bein geschlagen, obwohl ich eine Schiene trage, die auffällig ist und die man schon von weitem sehen kann. Ich war auch Zeugin der Aggression gegen meinen verhafteten Mitschüler; er hat sich nur gegen die Gewalt widersetzt, unser Auftreten war völlig friedlich. Bitte, wir dürfen das nicht auf sich beruhen lassen,  so etwas darf man nicht billigen. Das Volk gemeinsam kann das schaffen.<br />
Quelle: <a href="http://eskup.elpais.com/alumnasieslluisvives">http://eskup.elpais.com/alumnasieslluisvives</a></address>
</blockquote>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/18/valencia-polizeigewalt-lluisvives/"><img src="http://img.youtube.com/vi/ZclNKRIp7ls/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p style="text-align:left;">Am heutigen Freitag, dem vorläufigen Höhepunkt der Proteste, kam es bereits am Morgen zu Auseinandersetzungen, als vor dem Polizeipräsidium mehrere Dutzend Menschen auf die Freilassung der letzten Gefangenen warteten. Gleichzeitig bildete sich vor der Schule »Lluís Vives« wieder ein Protestmarsch mit ca. 300 Teilnehmern, der sich ebenfalls in Richtung des Polizeipräsidiums in Bewegung setzte. Diesmal hatten sich zahlreiche Politiker der Oppositionsparteien sowie andere Protestgruppen angeschlossen, um gegen das brutale und unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei zu protestieren. Dieser Zug wurde zunächst aufgehalten, dann aber von der Polizei durchgelassen und erreichte sein Ziel. Nach einem Sitzstreik wollten sich die Protestierenden gegen 16.00 Uhr wieder in Bewegung setzen, wurden aber von der Polizei in einer Straße eingekesselt und mehrere Stunden festgehalten. Unter den Eingekesselten befanden sich wiederum zahlreiche minderjährige Schüler, denen verboten wurde, Handys zu benutzen. Auf der anderen Seite der Polizeikette befanden sich zahlreiche besorgte Eltern, die nicht zu ihren Kindern durchgelassen wurden. Erneut kam es zu Gewaltausbrüchen und sechs weiteren Festnahmen.</p>
<p style="text-align:left;">Carmelo Lozano, Vater einer 17-jähigen Schülerin des Gymnasiums »Lluís Vives« die polizeilich identifiziert wurde, erklärte, dass die Polizei die Daten der Minderjährigen verlangt habe, »um eine Strafantrag wegen illegaler Versammlung zu stellen, da die Delegation der Zentralregierung nicht benachrichtigt worden war«.</p>
<blockquote><address>Lozano, selbst Rechtsanwalt, befindet sich zusammen mit einer Gruppe weiterer Eltern vor der Polizeiwache. Er beklagt sich darüber, dass die Polizei die Straße gesperrt hat und seine Tochter nicht nach Hause gehen lässt. Er versichert, dass man ihm ein Gespräch mit einem verantwortlichen Befehlshaber verweigert habe und er ebenfalls polizeilich identifiziert wurde. »Es ist eine völlig unverhältnissmäßige Maßnahme und ein Machtmissbrauch. Auf 50 Schüler kommen 150 Polizisten. Wenn man alle festnehmen würde, die eine Versammlung von mehr als 20 Personen nicht anmelden, wären wir alle im Gefängnis.« </address>
<address>                                                                                                                       Quelle: <a title="http://www.levante-emv.com/comunitat-valenciana/2012/02/17/seis-arrestados-nueve-heridos-dia-protestas/882322.html" href="http://www.levante-emv.com/comunitat-valenciana/2012/02/17/seis-arrestados-nueve-heridos-dia-protestas/882322.html" target="_blank">Levante-EMV, 17.02.2012</a></address>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Letztendlich durften die Protestierenden den Polizeikessel in Gruppen von fünf Personen verlassen, wobei Polizisten die persönlichen Daten jedes Einzelnen aufnahmen. Ergebnis des Tages: sechs weitere Festnahmen und neun Verletzte.</p>
<p style="text-align:left;">In der Zwischenzeit hat die politisch für den Polizeieinsatz verantwortliche Delegierte der Zentralregierung in Valencia, Paula Sánchez de León, das harte Durchgreifen der Polizei verteidigt. In einer <a title="http://www.europapress.es/comunitat-valenciana/noticia-delegacion-gobierno-respalda-actuaciones-policiales-contra-manifestantes-fruto-acciones-ilicitas-20120217141744.html" href="http://www.europapress.es/comunitat-valenciana/noticia-delegacion-gobierno-respalda-actuaciones-policiales-contra-manifestantes-fruto-acciones-ilicitas-20120217141744.html" target="_blank">Stellungnahme</a> sagte sie, die Polizeiaktion sei »das Resultat unerlaubter Aktionen, die durch eine Minderheit unter den Protestierenden angestiftet wurden». Gleichzeitig kündigte sie an, gemeinsam mit den politischen Parteien die »starke Häufung von Versammlungen und/oder nicht angemeldeten Demonstrationen« der letzten Zeit analysieren zu wollen.</p>
<p style="text-align:left;">In Spanien werden in letzter Zeit immer häufiger Stimmen laut, die das Vorgehen der Nationalpolizei und ihrer Bereitschaftstruppen mit dem der <em>Policía Armada</em>, der auch »die Grauen« (<em>los grises</em>) genannten »bewaffneten Polizei« der späten Franco-Zeit in den 60er und 70er Jahren verglichen. Es ist schwer vorstellbar, was eine Behörde mit einem solch harten Vorgehen gegen hauptsächlich Minderjährige bezwecken will. Kurzfristig wird es ihr natürlich darum gehen, durch hartes Durchgreifen Stärke zu zeigen und Nachahmer möglichst abzuschrecken. Langfristig erreicht man damit jedoch, dass eine ganze Generation je nach Charakter des Einzelnen entweder in ständiger Angst vor oder in ständiger Rebellion gegen das System lebt. Gerade Jugendliche, die ohnehin zum Widerstand gegen Autoritäten tendieren, werden so kriminalisiert und radikalisiert. Gleichzeitig bringt man auch alle Eltern und Lehrer der Schüler gegen das System auf. Vielleicht sind traurigerweise genau solche Vorfälle nötig, um einer breiten Masse die Augen zu öffnen, damit solche Dinge in einer zukünftigen Gesellschaft nicht mehr passieren können.</p>
<p style="text-align:left;"><a title="http://comunidad.levante-emv.com/galeria-multimedia/Comunitat-Valenciana/Protesta-estudiantil-Lluis-Vives/38616/17.html" href="http://comunidad.levante-emv.com/galeria-multimedia/Comunitat-Valenciana/Protesta-estudiantil-Lluis-Vives/38616/17.html" target="_blank">Bildergalerie der Zeitung Levante-EMV zu den Vorfällen in Valencia in dieser Woche.</a></p>
<p style="text-align:left;"><img class="aligncenter" title="http://periodismohumano.com/files/2012/02/z98dx-600x449.jpg" src="http://periodismohumano.com/files/2012/02/z98dx-600x449.jpg" alt="" width="600" height="449" /></p>
<h2 style="text-align:left;">Update 20.02.2012:</h2>
<p style="text-align:left;">Heute nachmittag ist es in Valencia erneut zu massivem Vorgehen der Polizei gegen Schüler des Instituto Lluís Vives gekommen! Augenzeugen berichten via Twitter und Facebook, dass Bereitschaftspolizisten in Kampfausrüstung ohne Identifikationsplakette (was in Spanien illegal ist) die Personalien zahlreicher Schüler aufgenommen haben, die sich erneut vor ihrer Schule versammelt hatten, um gegen die Polizeigewalt in der letzten Woche zu protestieren. Anscheinend ist es auch in einem Fall zum Einsatz von Tränengas gekommen. Die Demonstration von ca. 300 Menschen, darunter hauptsächlich Schüler, wurde durch ein massives Polizeiaufgebot aufgelöst, Demonstranten wurden von der Polizei durch die Straßen getrieben. Für heute Abend 19.00 wurde bereits eine Solidaritätskundgebung auf der Puerta del Sol in Madrid angekündigt.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/18/valencia-polizeigewalt-lluisvives/"><img src="http://img.youtube.com/vi/xoMQqr65344/2.jpg" alt="" /></a></span>
<div id="attachment_275" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/02/amguqcucmaabstv.jpg"><img class="size-full wp-image-275" title="AmGuQCuCMAABsTV" src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/02/amguqcucmaabstv.jpg" alt="" width="800" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Bereitschaftspolizei mit Tränengasgranaten vor dem Hauptbahnhof Valencia. 20.02.2012, 15.59 Uhr, via @maulets (Twitter)</p></div>
<p><strong><a title="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/21/valencia-polizeigewalt-lluisvives-teil2/" href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/21/valencia-polizeigewalt-lluisvives-teil2/">Weiterlesen: Valencia: Polizeigewalt gegen Minderjährige &#8211; Teil 2 (20./21.02.2012) &gt;&gt;</a></strong></p>
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		<title>Demokratie 4.0 &#8211; Rechtliche Grundlagen</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 23:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analyse]]></category>
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		<category><![CDATA[Spanische Protestbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Congreso de los Diputados]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Initiatoren der Initiative für eine Demokratie 4.0, Juan Moreno und Francisco Jurado, sind davon überzeugt, dass in Spanien die rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung dieser Art der direkten Bürgerbeteiligung an Parlamentsentscheidungen bereits gegeben sind. Aus diesem Grunde richtete Juan Moreno bereits im Juni 2010 eine  Petition an das spanische Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=218&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Initiatoren der Initiative für eine Demokratie 4.0, Juan Moreno und Francisco Jurado, sind davon überzeugt, dass in Spanien die rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung dieser Art der direkten Bürgerbeteiligung an Parlamentsentscheidungen bereits gegeben sind. Aus diesem Grunde richtete Juan Moreno bereits im Juni 2010 eine  Petition an das spanische Abgeordnetenhaus (<em>Congreso de los Diputados</em>) und forderte, dass man ihm persönlich das Recht einräumen möge, auf elektronischem Wege direkt und unmittelbar an Entscheidungen des Parlaments teilzunehmen und über die Resultate jeder Abstimmung sowie über die Berechnung des in der Auszählung auf seine Person entfallenden Stimmanteils informiert zu werden. In der Folge wurde diese Petition im Herbst 2010 durch das Parlament an den parlamentarischen Ausschuss für Verfassungsfragen übergeben, von wo Moreno bis heute keine Antwort erhalten hat.</p>
<p><strong>Zur Erinnerung:</strong> Es handelt sich bei diesem Konzept um eine Mischform aus direkter und repräsentativer Demokratie. Kern dieses »Demokratie 4.0« getauften Konzepts ist die elektronische Abstimmung der Bürger direkt im Parlament, wodurch sich der Stimmwert der dortigen Abgeordneten proportional verringert. Ein Beispiel: In Spanien vertreten 350 Abgeordnete ca. 35 Millionen Wahlberechtigte. Die Staatsgewalt geht vom Volke aus, also hat dort rein rechnerisch jeder einzelne Wahlberechtigte einen Anteil von einem 35-Millionstel an der gesamten Volkssouveränität. Diese Ziffer ist die so genannte »Souveränitätsquote«, um die der Stimmwert jedes Abgeordneten verringert wird. Die Möglichkeit der direkten Beteiligung an Parlamentsentscheidungen ist ein »Kann«, kein »Muss«. Entscheiden sich nun beispielsweise eine Million Menschen, dieses Recht für eine bestimmte Entscheidung wahrzunehmen, so reduziert sich der Stimmwert jedes Abgeordneten um eine Million mal ein 35-Millionstel, also um rund 0,0286. Die Stimme jedes Abgeordneten hätte also nicht mehr einen Wert von 1,00, sondern nur noch 0,9714. Was zuerst nach sehr wenig klingt, bedeutet bei 350 Abgeordneten allerdings einen Wertverlust von zehn Stimmen (350 * 0,9714 = 339,99). Das heißt alle Abgeordneten zusammen haben in diesem Szenario 340 Stimmen, während zehn Parlamentssitze quasi an das Volk zurückgingen und die Entscheidung dieser zehn Stimmen direkt von der einen Million elektronisch eingereichten Abstimmungen abhinge. Weitere Informationen zum Konzept der Demokratie 4.0 können hier nachgelesen werden: <a href="http://demokratie4punkt0.de/demokratie-40-uberblick/">http://demokratie4punkt0.de/demokratie-40-uberblick/</a></p>
<p>Was sind nun aber die rechtlichen Voraussetzungen die laut den Gründern dieser Initiative in Spanien bereits heute die Einführung einer direkten Bürgerdemokratie mit digitaler Stimmabgabe über das Internet erlauben würden?</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Alle Macht geht vom Volke aus!" src="http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00535/sei_Macht_BM_Berlin_535202b.jpg" alt="" width="468" height="312" /><span id="more-218"></span></p>
<h2>Verfassungsrechtliche Grundlagen</h2>
<p>An erster Stelle steht natürlich die Verfassung und die auf ihr basierende Rechtsordnung, deren Regeln, wenn man sie korrekt und gemeinsam anwendet, die Pflicht der Legislative begründen, die von Juan Moreno dargelegten Tatsachen in Betracht zu ziehen und entsprechend zu handeln.</p>
<blockquote><p><em><strong>DIE spanische Nation</strong>, von dem Wunsch beseelt, Gerechtigkeit, Freiheit und Sicherheit herzustellen und dem Wohl </em><em>aller ihrer Bürger förderlich zu sein, <strong>verkündet in Ausübung ihrer Souveränität</strong> ihren Willen,</em></p>
<p><em></em><em>DAS demokratische Zusammenleben im Schutze der Verfassung und der Gesetze und im Rahmen einer gerechten </em><em>Wirtschafts- und Sozialordnung zu gewährleisten;</em></p>
<p style="text-align:left;"><em>EINEN Rechtsstaat zu konsolidieren, der <strong>die Herrschaft des Gesetzes als Ausdruck des Willens des Volkes</strong> gewährleistet;</em><br />
<em>[...]</em><br />
<em>DEN Fortschritt von Wirtschaft und Kultur zu fördern, um würdige Lebensverhältnisse für alle zu sichern;</em><br />
<em><strong>EINE fortgeschrittene, demokratische Gesellschaft zu errichten</strong>;</em><br />
<em>[...]</em></p>
</blockquote>
<p style="padding-left:30px;text-align:right;"><em></em><em>Präambel der Spanischen Verfassung von 1978 </em></p>
<blockquote><p><em>1. Spanien konstituiert sich als demokratischer und sozialer Rechtsstaat und bekennt sich zu Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und politischem Pluralismus als obersten Werten seiner Rechtsordnung.</em><br />
<em>2. <strong>Das spanische Volk, von dem alle Staatsgewalt ausgeht, ist Träger der nationalen Souveränität.</strong></em><em> </em></p></blockquote>
<p style="text-align:right;"><em>Artikel 1, Spanische Verfassung</em></p>
<blockquote><p><em>2. Den öffentlichen Gewalten obliegt es, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass Freiheit und Gleichheit des Einzelnen und der Gruppe, in die er sich einfügt, real und wirksam sind,<strong> die Hindernisse zu beseitigen, die ihre volle Entfaltung unmöglich machen oder erschweren, und die Teilnahme aller Bürger am politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben zu erleichtern.</strong></em></p></blockquote>
<p style="text-align:right;"><em><strong></strong></em><em></em><em>Artikel 9</em></p>
<blockquote><p><em>1. Die Bürger haben das Recht, an den öffentlichen Angelegenheiten <strong>direkt oder durch in periodischen, allgemeinen Wahlen</strong> frei </em><em>gewählte Vertreter teilzunehmen.</em></p></blockquote>
<p style="text-align:right;"><em>Artikel 23</em></p>
<p style="text-align:left;">Die Verfassung legt also die Demokratie fest als Ausdrucksform des Willens der Bürgerinnen und Bürger sowie als einzig zulässige Regierungsform des Volkes. <strong>Die Regierung der Menschen für die Menschen durch die Menschen über Gesetze, die sie sich selbst geben.</strong> Moreno sieht außerdem, dass die Verfassung die Weiterentwicklung der Demokratie verlange und ihre direkte Form als  Ziel habe. Seiner Meinung nach ist dies das Ziel der Verfassung und der Verfassungsauftrag an die öffentliche Verwaltung.</p>
<h2 style="text-align:left;">Historische Grundlagen</h2>
<p style="text-align:left;">Geschichtlich gesehen hat die durch die Rechtsordnung festgelegte Regierungsform der Demokratie immer auf dem Grundelement der Vertretung oder Repräsentation basiert. Bis heute. Die historischen Grundlagen dafür finden sich im Frankreich des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Völker, die zu jener Zeit die Demokratie auf Basis der Volkssouveränität einführen wollten, sahen sich einigen Herausforderungen ausgesetzt. Angesichts der Notwendigkeit einer Regierungsbildung und der Ausarbeitung von Gesetzen, der Menge der betroffenen Menschen und der Unmöglichkeit der simultanen Kommunikation aller untereinander, sowie der Zeit, die zur Findung des Volkswillens nach dem griechischen Vorbild der »Versammlung der Freien« erforderlich gewesen wäre, war es nur die effizienteste und logische Konsequenz, repräsentative Versammlungen der Völker (also Volksversammlungen oder Parlamente) zu schaffen. Die Willensbildung des Volkes und die Ausarbeitung von Gesetzen wurde durch Repräsentanten oder Stellvertreter übernommen, die in gewissen Zeitabständen durch alle Berechtigten gewählt wurden und durch diese Wahl das Mandat übertragen bekamen, im Auftrag des Volkes zu handeln und seine Autorität zu übernehmen. Sie verkörpern den politischen Willen des Volkes und ihre Legitimität beziehen sie aus dem Volk selbst. Im 19. Jahrhundert war dies wahrscheinlich die intelligenteste und gerechteste Option.</p>
<p style="text-align:left;">Unsere Länder und Völker haben dieses Modell übernommen und bis heute bildet es die Grundlage unserer Regierungsform, obgleich die ursprünglichen Gründe für die Einführung eines Repräsentativmodells heute nicht mehr in dieser Form bestehen.</p>
<h2 style="text-align:left;">Modernisierung der Verwaltung</h2>
<p style="text-align:left;">Nun befinden wir uns aber inzwischen im 21. Jahrhundert und die Voraussetzungen sind vorhanden, um die Demokratie tatsächlich weiterzuentwickeln und den alten Traum »<strong>Ein Bürger, eine Stimme.</strong>« wahr zu machen. Es ist an der Zeit, dass die Menschen selbst die Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen und dass die Entscheidungen über ihr Leben und ihr Schicksal von ihnen selbst anstatt von Stellvertretern getroffen werden.  Die spanische Verfassung verpflichtet zu dieser Weiterentwicklung!</p>
<p style="text-align:left;">Heute ist es möglich, dass die Millionen von Frauen und Männern, welche die Völker, also den Souverän, bilden, selbst entscheiden und selbst abstimmen über die Gesetze, die das Leben aller bestimmen.  Die Technologie macht es heute möglich, dass alle Menschen in Echtzeit miteinander kommunizieren und in Echtzeit über das abstimmen, was uns ganz grundlegend betrifft: die Gesetze.</p>
<p style="text-align:left;">Natürlich geht es hier um das Internet als Werkzeug der Kommunikation und Abstimmung in Echtzeit. In Spanien wie in Deutschland wurden in den letzten 20 Jahren zahlreiche Bemühungen unternommen und Gesetze auf den Weg gebracht, um die Behörden für die Bürger auf elektronischem Wege zugänglich zu machen. In beiden Ländern ist man dabei weit davon entfernt, das Niveau der angelsächsischen, skandinavischen oder gar einiger asiatischer Länder zu erreichen, aber ein Anfang ist gemacht, ein Zurück gibt es nicht und ein Wille bzw. eine Notwendigkeit ist erkennbar. Und natürlich ist der Staat genau da für seine Bürger elektronisch per Internet am einfachsten zu erreichen, wo er als Staat am erkennbarsten ist: Beim Zahlen von Steuern, Abgaben und Gebühren. Millionen von Menschen geben ihre Steuererklärung auf elektronischem Wege ab, Unternehmer sind gezwungen, ihre Umsatzsteuervoranmeldung jedes Quartal per Internet einzureichen. In Spanien lassen sich auch bereits sensiblere Rechtsgeschäfte, die eine eindeutige Identifizierung erfordern, in größerem Maße als in Deutschland per Internet abwickeln, da dort der elektronische Personalausweis samt persönlicher Geheimzahl und digitaler Signatur bereits 2006 eingeführt wurde.</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Es existieren Regeln und Werkzeuge, welche die Rechtsgültigkeit von Willenserklärungen von Privatpersonen auch über elektronische Medien ermöglichen, und es wurden Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit solcher elektronischer Willenserklärungen zu gewährleisten. Gleichzeitig basiert aber unser gesamtes System auf Wahlen, es bezieht seine Rechtfertigung und Legitimation aus ihnen. Die Wahlen drücken einigermaßen den Willen des Souveräns aus, desselben Souveräns, in dem die Macht des Staates liegt, und damit letztendlich die Macht der Abgeordneten.</strong></p>
<p style="text-align:left;"><strong>Es ist unausweichlich, dass sie diese beiden Tatbestände, die Willenserklärung des Bürgers mit voller Rechtsgültigkeit über elektronische Medien und der Ausdruck der Souveränität des Volkes, letztendlich miteinander verschmelzen werden.</strong></p>
<h2 style="text-align:left;">Parlamentsentscheidungen ohne physische Präsenz</h2>
<p style="text-align:left;">Bereits 2008 ergänzten die <em>Cortes Valencianas</em>, das mit einem deutschen Bundestag vergleichbare autonome Parlament der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Valencianische_Gemeinschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valencianische_Gemeinschaft" target="_blank">Region Valencia</a>, ihre Satzung bezüglich des Ablaufs der Abstimmungen und Stimmabgaben innerhalb des Parlaments um folgenden Abschnitt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><em>5. Um Abgeordneten, die aufgrund ihrer Elternzeit oder längerer Krankheit <strong>nicht an den Sitzungen des Parlaments teilnehmen können, die Ausübung ihres Stimmrechts im Plenum der Kammer zu garantieren, können die Cortes für diesen Zweck geeignete technische Systeme in Betrieb nehmen</strong>.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align:right;"><a title="http://www.cortsvalencianes.es/cs/Satellite/Layout/Page/1260974740228/Normas.html?lang=es_ES#IndiceCap98" href="http://www.cortsvalencianes.es/cs/Satellite/Layout/Page/1260974740228/Normas.html?lang=es_ES#IndiceCap98" target="_blank"><em>Artikel 81.5 Satzung der Cortes Valencianas</em></a></p>
<p style="text-align:left;">Parlamente anderer Autonomer Regionen Spaniens (z.B. in <a title="http://www.parlamentodeandalucia.es/opencms/export/portal-web-parlamento/composicionyfuncionamiento/normativainterna/reglamento/tit_cuarto.htm#cap_cuarto" href="http://www.parlamentodeandalucia.es/opencms/export/portal-web-parlamento/composicionyfuncionamiento/normativainterna/reglamento/tit_cuarto.htm#cap_cuarto" target="_blank">Andalusien </a>und <a title="http://www.parlament.cat/activitat/cataleg/Reglament_2011.pdf" href="http://www.parlament.cat/activitat/cataleg/Reglament_2011.pdf" target="_blank">Katalonien</a>) haben ihre Satzungen bereits um ähnliche Möglichkeiten für Abstimmungen ohne physischen Anwesenheit des Stimmberechtigten ergänzt, ebenso treffen verschiedene <em>Deputaciones Provinciales</em> (die der Zentralregierung unterstellten Verwaltungen der spanischen Provinzen) entsprechende Vorkehrungen.</p>
<p style="text-align:left;">Ziel dieser Regelung ist es, das Stimmrecht auf rechtsgültige Art und Weise ausüben und die Stimmanteile berechnen zu können, ohne dass dafür die physische Anwesenheit des Volksvertreters im Parlament, der Kammer, Kommission oder wo auch immer die jeweilige Abstimmung stattfindet, erforderlich ist. Es werden also bereits Vorkehrungen dafür getroffen, das Votum zu digitalisieren und auf elektronischem Wege zu übertragen, also den wichtigsten Akt der Willensäußerung des Legislativorgans, das wiederum den Willen des Volkes widerspiegelt und die Souveränität des Volkes verkörpert.</p>
<h2 style="text-align:left;">Präzedenzfall</h2>
<p>Am <strong>16. Dezember 2008</strong> kam es im Regionalparlament der Autonomen Gemeinschaft Valencia zu einem richtungsweisenden Ereignis, das über die Grenzen dieser Region hinaus von Bedeutung ist. Juristisch, faktisch und politisch wurde die  Tür zu einem neuen Gesellschaftsmodell aufgestoßen, durch die es kein Zurück mehr gibt.</p>
<p>In Übereinstimmung mit der zuvor genannten Satzungsänderung dieses Parlaments nahm eine Abgeordnete, die sich in Elternzeit befand, von ihrer Wohnung aus an einer Parlamentssitzung teil. Das Medium, das es ihr ermöglichte, ihre Stimme rechtsgültig in das Legislativorgan einzubringen, war das Internet. Sie nahm in Echtzeit an der Sitzung teil, stimmte mehrfach über verschiedene Vorschläge ab und trug mit ihrer Stimme dazu bei, dass die notwendige Mehrheit für verschiedene Gesetze erreicht wurde, <strong>darunter das Gesetz über das Budget der Verwaltung der Autonomen Region Valencia für das Jahr 2009. So ist es im <a title="http://www.cortsvalencianes.es/BASISCGI/BASIS/DSCV/WEB/FRAGMENTOS_CAS/DDW?W%3DCLAVE_ORDEN_DIA%3D%27VII+00065000001.000%27+ORDER+BY+CLAVE_FRAGMENTO%26M%3D1%26K%3DVII+00065000001.00000001.00000001.000%26R%3DY%26U%3D1" href="http://www.cortsvalencianes.es/BASISCGI/BASIS/DSCV/WEB/FRAGMENTOS_CAS/DDW?W%3DCLAVE_ORDEN_DIA%3D%27VII+00065000001.000%27+ORDER+BY+CLAVE_FRAGMENTO%26M%3D1%26K%3DVII+00065000001.00000001.00000001.000%26R%3DY%26U%3D1" target="_blank">Sitzungsprotokoll</a> niedergelegt.</strong></p>
<p>Als Identifikationsmittel diente ihr eine spezielle Chipkarte. Das eingesetzte Telematiksystem ermöglichte es, diese Chipkarte als beglaubigte Unterschrift zur eindeutigen Identifizierung der Abgeordneten zu verwenden, zugleich garantierte es aber auch die Einhaltung des Wahlgeheimnisses. Grundlage dieses Verfahrens ist die <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Signatur" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Signatur" target="_blank">elektronische Signatur</a>. Die verwendete Chipkarte ähnelt dem elektronischen Personalausweis (in Spanien »eDNI« oder »DNIe« genannt) mit dem Unterschied, dass dieser bisher keine vollständige elektronische Signatur enthält.</p>
<p><strong>Die Relevanz dieses Vorgangs für Justiz, Verfassung und Politik ist selbsterklärend.</strong> Um über Rechtsvorschriften abzustimmen und sie zu legitimieren, muss die Inhaberin des Stimmrechts, die zugleich auch die ihr Stimmrecht ausübende Person war, nicht physisch im Parlament, wo sich der Wille des Volkes manifestiert, anwesend sein.</p>
<p>Das Internet revolutioniert sämtliche Lebensbereiche, manche früher, andere brauchen etwas länger. <strong>Bei allen Sicherheitsbedenken und Sorgen über die technischen Voraussetzungen für eine digitale Demokratie mit direkter Bürgerbeteiligung: dies sind Dinge, die sich lösen lassen und die früher oder später gelöst sein werden!</strong> Bereits seit Jahren werden von Banken und Staaten täglich Milliardenbeträge rund um den Globus transferiert – völlig sicher und ohne die geringsten Bedenken. Europaweit wird intensiv an der <a title="http://bvzi.de/aktuelles/mitteilungen/e-geld-richtlinie-2009110eg/" href="http://bvzi.de/aktuelles/mitteilungen/e-geld-richtlinie-2009110eg/" target="_blank">Abschaffung des Bargelds</a> gearbeitet, was ebenso einen extrem hohen Sicherheitsstandard fordert. <strong>Natürlich wird weder das Bargeld von heute auf morgen abgeschafft, noch eine digitale und direkte Demokratie von heute auf morgen eingeführt, aber der Weg dahin ist vorgezeichnet, es müssen nur die richtigen Werkzeuge, Standards und Sicherheitsgarantien entwickelt werden.</strong> Wenn die Bürger ihre Steuern und Abgaben auf elektronischem Wege erklären und zahlen sollen und können, also auf direkte Art und Weise und von jedem beliebigen Ort mit Internetanschluss aus zum Unterhalt des Staates beitragen können, dann wird es auch möglich sein, dass sie auf genau dieselbe Art und Weise auch an der Entscheidung über die Regeln und Normen teilhaben, die das Leben in eben jenem Staat regeln.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://demokratie4punkt0.de/2012/02/13/rechtliche-grundlagen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/D9om3Yvo4Sg/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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			<media:title type="html">Alle Macht geht vom Volke aus!</media:title>
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		<title>Der global gewordene Protest</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 22:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Spanische Protestbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[15-M]]></category>
		<category><![CDATA[Democracia Real Ya]]></category>
		<category><![CDATA[Indignados]]></category>
		<category><![CDATA[José Luis Sampedro]]></category>

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		<description><![CDATA[Von José Luis Sampedro. Erschienen am 7. Januar 2011 in Público.es. Und plötzlich ertönte der Ruf »Echte Demokratie jetzt!« und die Bewegung 15-M war geboren. Es ist schwierig, Demokratie »jetzt» zu erlangen, denn Demokratie erfordert demokratische Bildung. Und genau da liegt die Stärke des 15-M: in der Bewusstseinsbildung einer Gesellschaft, die bis zu jenem Moment [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=197&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von José Luis Sampedro. Erschienen am 7. Januar 2011 in <a title="http://www.publico.es/televisionygente/415796/la-protesta-que-se-hizo-global" href="http://www.publico.es/televisionygente/415796/la-protesta-que-se-hizo-global" target="_blank">Público.es</a>.</em></p>
<p>Und plötzlich ertönte der Ruf »Echte Demokratie jetzt!« und die Bewegung 15-M war geboren. Es ist schwierig, Demokratie »jetzt» zu erlangen, denn Demokratie erfordert demokratische Bildung. Und genau da liegt die Stärke des 15-M: in der Bewusstseinsbildung einer Gesellschaft, die bis zu jenem Moment allem Anschein nach 27 Regierungen unterwürfig war, die sich ihrerseits der Macht des Finanzsektors ergeben hatten.</p>
<div id="attachment_206" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/01/2011-08-29_12-57-26-1.jpg"><img class=" wp-image-206 " title="Osborne-Stier mit 15-M-Graffiti" src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/01/2011-08-29_12-57-26-1.jpg?w=480&#038;h=320" alt="Osborne-Stier mit 15-M-Graffiti" width="480" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Eigene Aufnahme. Gesehen am 29. August 2011 an der Landstraße zwischen Madrid und Salamanca.</p></div>
<p><span id="more-197"></span></p>
<p>Die Bewegung 15-M eroberte die Plätze, um zu protestieren, aber auch um an der Ausformung des freien Denkens zu arbeiten. Wir könnten auch sagen, die Bewegung charakterisiert sich durch drei Dinge: das Wort des Volkes auf dem Platz. (Im Spanischen »die Bewegung der drei »p«: <em>la palabra del pueblo en la plaza</em>«.) Genau hier haben wir den Ursprung ihrer Stärke.</p>
<p>Die Bewegung 15-M entsteht aus der Krise, und jede Krise charakterisiert sich im Grunde genommen dadurch, dass das Alte noch nicht ganz tot ist, während das Neue bereits beginnt, das Licht der Welt zu erblicken.</p>
<p>Die Bewegung 15-M ist die Zukunft im Entstehungsprozess. Man wirft ihnen vor, keine sichtbaren Köpfe zu haben. Aber was nutzen uns die sichtbaren Köpfe der 27 Regierungen Europas? Was nutzen uns die sichtbaren Köpfe der Religionen? Die Organisationsform des 15-M kann den gewünschten Erfolg haben oder auch nicht, aber wir dürfen nicht verlangen, dass sie in nur ein paar Monaten alles reparieren können, was die »Organisierten« über Jahrzehnte hinweg zerstört haben.</p>
<p>Sie werden es gut machen, schlecht machen oder nur so einigermaßen machen, aber mit dem, was sie bisher geschafft haben, wurde bereits ein wichtiger Meilenstein erreicht. Wie ich bereits bei anderen Gelegenheiten gesagt habe, sie haben mir das Alter erheitert.</p>
<p><strong>Zur Person:</strong></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3b/Sampedro.jpg/200px-Sampedro.jpg"><img title="José Luis Sampedro" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3b/Sampedro.jpg/200px-Sampedro.jpg" alt="" width="200" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">José Luis Sampedro. Bildquelle: Wikipedia</p></div>
<p>José Luis Sampedro (95) ist Schriftsteller, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler. 2011 gewann er den Nationalen Literaturpreis des Spanischen Kulturministeriums (Premio Nacional de las Letras Españolas), mit dem sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.</p>
<p>Sampedro schrieb das Vorwort zur spanischen Ausgabe von Stéphane Hessels »Empört Euch«. Als er im Frühsommer 2011 seine Landsleute über Facebook dazu aufforderte, sich der Diktatur der Finanzsysteme zu entziehen, entwickelte er sich zu einer der Leitfiguren der Bewegung 15-M. Seitdem hat er in Interviews wiederholt langanhaltende Proteste in Spanien vorhergesagt, die die politische Kultur im Sinne der »Indignados« verändern werden.</p>
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		<title>Stop SOPA!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 09:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
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		<description><![CDATA[                                                                                                              [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=27&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><span style="background-color:black;"><span style="color:white;">                                                                                                                                                                   </span></span></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:center;"><a style="background-color:black;margin-left:1em;margin-right:1em;" href="http://makingmoneywithandroid.com/wp-content/uploads/2012/01/Stop-SOPA.jpeg"><span style="color:white;"><img src="http://makingmoneywithandroid.com/wp-content/uploads/2012/01/Stop-SOPA.jpeg" alt="" width="640" height="480" border="0" /></span></a></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><span style="background-color:black;color:white;">                                                                                                                                                                   </span></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><strong><span style="background-color:black;color:white;font-size:large;">Worum geht es und warum geht uns das alle an?        <span id="more-27"></span>               </span></strong></div>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://demokratie4punkt0.de/2012/01/18/stop-sopa/"><img src="http://img.youtube.com/vi/_lFMgFjE9M0/2.jpg" alt="" /></a></span>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><strong></strong><span style="text-align:center;"><span style="text-align:center;"> <strong>Weitere Informationen auf Deutsch:</strong></span></span></div>
<blockquote>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><em>»Viele Gründe sprechen gegen SOPA und PIPA – die beiden Gesetzesentwürfe zur Zensur des Internets, die gegenwärtig im US-Kongress debattiert werden. Sie sind (ein weiteres) Beispiel für den Einfluss der Industrie auf die US-amerikanische Politik: Medienunternehmen haben den Verfassern der Entwürfe mehrere zehn Millionen Dollar gespendet. Sie sind auch (ein weiteres) Beispiel für die Weigerung der politischen Repräsentanten, die Öffentlichkeit zu vertreten: Zunächst wurde versucht, die beiden Anträge Ende des Jahres ohne öffentliche Anhörung durchzupeitschen. Dann hätte die vorgeschlagene technische Lösung – Zensur durch das Domain Name System (DMS) – zwar nicht den gewünschten Effekt, ihre technischen Nebenwirkungen würden aber wichtige Teile des Internet zum Erliegen bringen.«</em></div>
</blockquote>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><strong> Weiterlesen auf <em><a href="http://www.freitag.de/politik/1203-sopa" target="_blank">Der Freitag</a></em>.</strong></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><span style="background-color:black;color:white;">                                                                                                                                                        </span><span style="background-color:black;color:white;text-align:center;">                                                                                                          </span></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><span style="background-color:black;color:white;">                                                                                                                                                                  </span></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><span style="background-color:black;"><span style="color:white;">                                                                                                                                                                  </span></span></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:center;"><a style="margin-left:1em;margin-right:1em;" href="http://sopastrike.com/strike/strike-paper-new.jpg"><span style="background-color:black;color:white;font-size:large;"><img src="http://sopastrike.com/strike/strike-paper-new.jpg" alt="" width="640" height="258" border="0" /></span></a></div>
<p><span style="color:white;"><span style="background-color:black;color:#ffffff;"><span style="font-size:large;"><a href="http://sopastrike.com/strike/" target="_blank"><span style="color:#ffffff;">http://sopastrike.com/strike/</span></a>  </span>        </span><span style="background-color:black;">                                                                                                               </span></span><br />
<span style="background-color:black;"><span style="color:white;"><br />
</span></span></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://demokratie4punkt0.de/category/aktionen/'>Aktionen</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/web/'>Web</a> Tagged: <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/protest-2/'>Protest</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/sopa-2/'>SOPA</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/usa-2/'>USA</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/27/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=27&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Wurzeln des 15-M oder: Warum der 15-M keine Fortsetzung des »arabischen Frühlings« war</title>
		<link>http://demokratie4punkt0.de/2012/01/11/die-wurzeln-des-15-m/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 08:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Spanische Protestbewegung]]></category>
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		<category><![CDATA[Amador Fernández-Savater]]></category>
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		<description><![CDATA[In Artikeln und Veröffentlichungen über die weltweiten Protestbewegungen des Jahres 2011 liest man immer wieder, die unter den Namen 15-M und ¡Democracia Real Ya! bekannt gewordenen Ereignisse in Spanien seien die Fortsetzung der Demokratiebewegungen in den arabischen Ländern. So zum Beispiel in der »Occupy-Erklärung gegen den Krieg« vom 6. Dezember 2011: »Ausgehend von Tunesien und Ägypten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=23&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Artikeln und Veröffentlichungen über die weltweiten Protestbewegungen des Jahres 2011 liest man immer wieder, die unter den Namen <em>15-M</em> und <em>¡Democracia Real Ya!</em> bekannt gewordenen Ereignisse in Spanien seien die Fortsetzung der Demokratiebewegungen in den arabischen Ländern. So zum Beispiel in der »<a title="»Occupy«-Erklärung gegen Krieg #1" href="http://demokratie4punkt0.de/2011/12/06/occupy-erklarung-gegen-krieg/" target="_blank">Occupy-Erklärung gegen den Krieg</a>« vom 6. Dezember 2011:</p>
<blockquote class="tr_bq"><p><em>»Ausgehend von Tunesien und Ägypten und sich ausdehnend über Spanien, Griechenland und andere europäische Länder bis in die USA sind 2011 Protestbewegungen entstanden, die auf einen tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemwechsel hinarbeiten.«</em></p></blockquote>
<p>Natürlich war die chronologische Abfolge der Ereignisse von 2011 wie folgt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit:</p>
<p><span id="more-23"></span></p>
<ul>
<li><strong>Dezember 2010 – März 2011:</strong> Revolution, Umstürze und Demonstrationen in Tunesien, Algerien, Ägypten und weiteren Ländern der arabischen Welt und Nordafrikas (der so genannte »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arabischer_Fr%C3%BChling" target="_blank">Arabische Frühling</a>«).</li>
<li><strong>15. Mai:</strong> Massendemonstrationen in Spanien (ca. 130.000 Menschen in 60 Städten) und anschließende Platzbesetzungen in Madrid (Puerta del Sol) und anderen Städten. Die sich daraus entwickelnde Bewegung nahm die im Spanischen übliche Abkürzung des Datums »15-M« an. Die Platzbesetzungen sollten bis in den Juli anhalten und teils gewaltsam aufgelöst werden.</li>
<li><strong>Ende Mai:</strong> Von Spanien ausgehender <a href="http://politica.elpais.com/politica/2011/05/30/actualidad/1306761727_898845.html" target="_blank">Aufruf zu weltweiten Demonstrationen am 15. Oktober 2011</a> (15-O) für »Echte Demokratie Jetzt!« durch ¡Democracia Real Ya! (eine der Hauptorganisationen hinter den Demonstrationen des 15-M). Aufruf in deutscher Übersetzung: <a href="http://walbei.wordpress.com/2011/08/11/aufruf-zu-internationalen-gewaltlosen-protesten-am-15-oktober-2011/">http://walbei.wordpress.com/2011/08/11/aufruf-zu-internationalen-gewaltlosen-protesten-am-15-oktober-2011/</a> .</li>
<li><strong>Ab Ende Mai:</strong> <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/griechenland_sparmassnahmen_demonstrationen_1.10746895.html" target="_blank">Entstehung von Protestcamps in Athen</a> durch die »Empörten vom Syntagma-Platz«</li>
<li><strong>Mai/Juni:</strong> Entstehung von Facebook-Gruppen unter dem Motto »<a href="https://www.facebook.com/pages/Echte-Demokratie-jetzt/210471548985466" target="_blank">Echte Demokratie Jetzt!</a>« in Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern, die den spanischen Protest übernehmen.</li>
<li><strong>19. Juni: </strong>Erneut Massendemonstrationen in 80 Städten Spaniens, allein in Madrid gingen über 100.000 Menschen auf die Straße (19-J). Es gab zum 19-J auch Solidaritätskundgebungen in einigen europäischen und amerikanischen Städten.</li>
<li><strong>13. Juli: </strong><a href="http://www.adbusters.org/blogs/adbusters-blog/occupywallstreet.html" target="_blank">Aufruf zur Besetzung der Wall Street in New York</a> durch die Webseite Adbusters.org. Unter Bezugnahme auf die Bewegungen in Ägypten und Spanien wurde dazu aufgerufen, am 17. September 2011 ein Protestcamp mit 20.000 Demonstranten in Lower Manhattan einzurichten.</li>
<li><strong>Juli/August: </strong>Beginn der <a href="http://occupywallst.org/archive/Jul-2011/" target="_blank">Bewegung Occupy Wall Street</a> zur Vorbereitung der Proteste des 17. Septembers. <a href="http://wearethe99percent.tumblr.com/post/9289779051/we-are-the-99-percent" target="_blank">Entstehung des Slogans »We are the 99 percent«</a> in Anlehnung an eine Studie über die Verteilung des Vermögens in den USA.</li>
<li><strong>17. September:</strong> Besetzung des Zuccotti Park in Lower Manhatten durch ca. 1.000 Protestierende.</li>
<li><strong>Ende September – Ende Oktober:</strong> Ausweitung der »Occupy Wall Street«-Proteste auf zahlreiche andere Städte der USA und weltweit. Gleichzeitig wuchs das Camp im New Yorker Zuccotti Park stark an und die Technik des so genannten »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asamblea#Human_Microphone" target="_blank">Human Microphone</a>« entstand in Reaktion auf das Verbot von Lautsprecheranlagen durch die Polizei.</li>
<li><strong>15. Oktober:</strong> <a href="http://jacobjung.wordpress.com/2011/10/15/bewegung-15-oktober-mehr-als-nur-protest-gegen-banken/" target="_blank">Weltweite Demonstrationen für Demokratie und gegen die Macht der Banken</a> in Folge des Aufrufs aus Spanien vom 30. Mai. Es gab Aktionen in ca. 1.000 Städten in 82 Ländern. Den Ursprung dieser weltweiten Aufrufe vermuteten die Medien hauptsächlich in der Occupy Wall Street-Bewegung, die gerade im Zuccotti Park campte. Schnell wurde das Bild einer weltweiten »Occupy-Bewegung« erschaffen, die so zu der Zeit nicht existierte. Aufgrund der großen medialen Aufmerksamkeit, der Brisanz der Finanzkrise und der besseren Vermarktbarkeit des Begriffs »Occupy« im Vergleich zu dem politisch provokanteren »Echte Demokratie Jetzt!« gründeten sich lokale Gruppen unter dem Label »Occupy«, andere bereits existierende Gruppen schlossen sich an. Diese neuen Occupy-Gruppen übernahmen den bereits vorhandenen Aufruf zum weltweiten Aktionstag 15-O. In der Folge existieren beide Bewegungen parallel und miteinander, in den Medien ist jedoch hauptsächlich »Occupy« ein Thema, deren Hauptanliegen auf Kritik an Banken und am Finanzsystem reduziert wird.</li>
<li><strong>15. Januar 2012: </strong><a href="http://the-babyshambler.com/2012/01/02/15j-global-change-eine-mogliche-welt-ist-anders/" target="_blank">Weltweiter Aktionstag</a> für Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen unter dem Motto »united for <a href="https://twitter.com/#!/search/%23globalchange" target="_blank">#globalchange</a>« (15-J bzw. 15-E in Spanien).</li>
</ul>
<div>Wenn man jedoch Spanier mit der These konfrontiert, ihre Proteste vom Mai und die daraus entstehende, weiterhin aktive Bewegung seien eine Folge der Demokratiebewegungen der arabischen Länder, zeigen sie sich darüber doch recht erstaunt. Dem »arabischen Frühling« wird die Rolle eines »Zünders« zuerkannt, der »Sprengstoff« selbst entstand in Spanien jedoch bereits seit 2002/2003 in Form verschiedener Protestbewegungen und einer umfassenden Politisierung gesellschaftlich benachteiligter Bürger. Im Folgenden verwende ich Auszüge aus einem <a href="http://blogs.publico.es/dominiopublico/923/enunciar-la-crisis/" target="_blank">Artikel von Amador Fernández-Savater</a>, der bereits im November 2008 erschien. Darin wird deutlich, wie viele Elemente der Bewegungen ¡Democracia Real Ya! und 15-M bereits seit Jahren in Spanien gewachsen sind, ausgebaut und verfeinert wurden, bis sie im Mai 2011 die Unterstützung eines breiten Bündnisses von über 200 Organisationen und Vereinigungen erhielten, was schließlich in die bekannten Massenproteste und Protestcamps mündete.</div>
<blockquote class="tr_bq"><p><em><strong><a href="http://blogs.publico.es/dominiopublico/923/enunciar-la-crisis/" target="_blank">Die Krise thematisieren (27. November 2008)</a></strong><br />
Die Stärke des kritischen Denkens ist das Infragestellen. Das Problematisieren sogar der gesellschaftlichen Kämpfe auf deren Seite man versucht, politisch zu denken. Lyrische und vereinfachende Erzählungen über die Bewegungen (stets rebellisch, immer bereit und allzeit bewusst&#8230;) können zwar Trost spenden, jedoch tragen sie nicht dazu bei, den Geschehnissen einen eigenen Sinn zu verleihen.<br />
Um über die kürzlichen Mobilisierungen anlässlich des 15-N (»la crisis que la paguen ellos» – »die Krise sollen sie selbst bezahlen«) sprechen zu können, ist es erforderlich, unbequeme Ausgangspunkte zu wählen. Ich schlage die Folgenden vor: </em></p></blockquote>
<p>Mit dem Titel »Die Krise thematisieren« (<em>Enunciar la crisis</em>) spielt Fernández-Savater drauf an, dass der damalige spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero 2008 die Wirtschafts- und Finanzkrise, die Spanien besonders hart traf, lange leugnete und sich weigerte von einer solchen zu sprechen. Mit den  Mobilisierungen zum 15-N bezieht er sich auf die Proteste anlässlich des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G-20-Gipfel_in_Washington_2008">Gipfeltreffens der G-20-Staaten</a> plus Spanien und der Niederlande am 15. November 2008 in Washington. Der Slogan »<em>la crisis que la paguen ellos</em>« (»die Krise sollen sie selbst bezahlen») sollte sich auch drei Jahre später bei den Protesten von 2011 wiederfinden.</p>
<blockquote class="tr_bq"><p><em><strong>15. Februar 2003. </strong>Millionen von Menschen gehen in ganz Spanien unter dem Motto »No a la guerra« (»Nein zum Krieg«) auf die Straßen. Der weltweite Aufruf dazu kam vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Sozialforum">Europäischen Sozialforum in Florenz </a>(im November 2002), einem Treffpunkt der unterschiedlichsten Realitäten der weltweiten Bewegung (Globalisierungskritik und Friedensbewegung).<br />
Die Parolen, die an jenem 15. Februar (15-F) angestimmt wurden, sprachen uns allen aus der Seele, und überall spürte man die Freude darüber, dass wir viele waren und nicht nur einige wenige, die man marginalisieren könnte. Die Aktionen auf den Straßen blieben nicht ohne Konsequenzen, denn unzählige dezentrale Initiativen sollten hier ihren Anfang nehmen.<br />
</em></p></blockquote>
<p>Der 15. Februar 2003 (15-F) war ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/February_15,_2003_anti-war_protest" target="_blank">weltweiter Aktionstag für Proteste gegen die unmittelbar bevorstehende Invasion des Iraks</a> durch die USA. Auch in Deutschland fanden in vielen Städten Kundgebungen statt und in Berlin gingen ca. 500.000 Menschen auf die Straße; es handelte sich um die größte Demonstration in Berlin seit dem Ende der DDR. Europaweit fand der Aktionstag 15-F den größten Anklang in Spanien: ca. 1,5 Millionen Menschen gingen allein in Madrid und weitere 1,3 Millionen in Barcelona auf die Straßen. Wie Fernández-Savater bereits erwähnt, bildeten sich im Anschluss an diese massive Mobilisierung zahlreiche soziale (Graswurzel-)Bewegungen in ganz Spanien.</p>
<blockquote class="tr_bq"><p><em><strong>15. November 2008.</strong> Eine anonyme E-Mail rief zum Protest gegen die zerstörerischen Auswirkungen der »größten Krise des Kapitalismus seit 1929« auf. Einige (wenige) Tausend Menschen gingen auf die Straße, darunter vor allem Aktivisten der sozialen Bewegungen und der extremen Linken. Passiert ist allerdings nicht viel, es war, als würden wir selbst nicht glauben, was wir dort taten. Es gab keine neuen Parolen. Man spürte keine Freude, keinen Kampfgeist. Vielmehr war es wie ein Déjà vu, etwas, das man schon einmal gemacht, schon einmal erlebt hatte. Manche hatten sogar den Eindruck, es handelte sich nur um eine Übung, um etwas, das später einmal fortgesetzt würde&#8230;<br />
</em></p></blockquote>
<p>Interessant, wie Amador Fernández-Savater hier bereits im November 2008 schreibt, dass man bei den Protesten anlässlich des G-20-Gipfels vom 15. November 2008 (15-N) den Eindruck haben konnte, es handele sich um etwas Unvollständiges, um eine Aktion, die in der Zukunft einmal fortgesetzt werden würde. In der Folge spekuliert er über die Ursachen für die recht geringe Resonanz auf den Aufruf zu diesen Demonstrationen und kommt zu dem Schluss, dass es vermutlich nicht die anonyme Art und Weise des Aufrufs war, der die Leute davon abgehalten hatte, auf die Straße zu gehen, da ein anderer anonymer Aufruf bereits einmal sehr erfolgreich gewesen war:</p>
<blockquote class="tr_bq"><p><em>Auch die Bewegung »<strong>V de Vivienda</strong>« wurde so ins Leben gerufen und ihre Asambleas existieren bis heute. Und außerdem, welche organisierte Struktur, ganz gleich ob offiziell oder alternativ, besitzt heute die Legitimität, uns auf die Straße zu rufen? Sollen sie es doch mal ausprobieren. Also wurde die einzige Lösung gewählt: eine anonyme E-Mail.<br />
</em></p></blockquote>
<p>Die Nennung der Bewegung »<strong>V de Vivienda</strong>« ist besonders aufschlussreich. »V de Vividenda« (übertragen: »W wie Wohnung») ist eine 2006 gegründete Protestbewegung für bezahlbaren, würdigen Wohnraum und gegen Immobilienspekulationen. Der Ursprung dieser Bewegung war ein anonymer, per E-Mail und SMS verbreiteter Aufruf zu Demonstrationen und Sitzstreiks am 13. Mai 2006 (13-M) auf dem Platz Puerta del Sol in Madrid. <a href="http://agitpub.wordpress.com/" target="_blank">In diesem Blog</a> wird über die verschiedenen Aktionen in den Jahren 2006/2007 berichtet und über den Ursprung der jeweils anonym erfolgten Aufrufe spekuliert. Man sieht sehr schön, wie der Name der Bewegung auf den 2006 erschienenen Film »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/V_wie_Vendetta_(Film)" target="_blank">V for Vendetta</a>« anspielt, ihre Anhänger verwendeten auch bereits die Guy-Fawkes-Maske, die später zum Markenzeichen der Bewegungen »Anonymous« und »Occupy Wall Street« werden sollte. Fernández-Savater erwähnt auch die Asambleas dieser Bewegung, die  Ende 2008 noch Bestand hatten. Es gibt einen <a href="http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=15424" target="_blank">Audiobeitrag vom Januar 2007</a> (auf Deutsch, ca. 7 Minuten) über »V de Vivienda«, in dem ihre Asambleas als basisdemokratische Volksversammlungen bezeichnet werden, in denen jeder, der dabei sein will, eine Stimme hat. <strong>Wir sehen hier also bereits im Jahr 2006 den Ursprung der Asamblea als grundlegendes basisdemokratisches Element der weltweiten Bewegungen für mehr Demokratie des Jahres 2011!</strong> <a href="http://www.demokratie4punkt0.de/2011/12/welcome-to-hotel-madrid.html">Initiativen </a>für bezahlbaren und würdigen Wohnraum und gegen Immobilienspekulationen bilden bis heute einen der Kernbereiche der Bewegungen ¡Democracia Real Ya! und 15-M und sind Teil der von ihnen verfassten <a href="http://www.demokratie4punkt0.de/2011/11/die-emporten-wahlurnen-und-das.html">gesellschaftlichen Verbesserungsvorschläge.</a></p>
<table class="tr-caption-container" style="margin-left:auto;margin-right:auto;text-align:center;" cellspacing="0" cellpadding="0" align="center">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align:center;">
<p><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a style="margin-left:auto;margin-right:auto;" href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/01/putavida1.jpg"><img style="border-color:initial;border-style:initial;border-width:0;" src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2012/01/putavida1.jpg?w=400&#038;h=83" alt="" width="400" height="83" border="0" /></a><p class="wp-caption-text">Aufruf von »V de Vivienda« zur einer Demonstration und Acampada(!) am 30. September 2007 in Barcelona. Man erkennt auch bereits das Schriftbild und Design von ähnlichen Flyern aus dem Jahr 2011.</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Im weiteren Verlauf seines Artikels etabliert Fernández-Savater drei Thesen, die begründen sollen, warum die Demonstrationen gegen den Irakkrieg 2003 soviel mehr Betroffenheit unter der Bevölkerung auslösten, als die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008, die sie im Gegensatz zum Irakkrieg direkt betraf, aber anscheinend weniger betroffen machte. Diese Thesen sind:</p>
<blockquote class="tr_bq"><p><em>1) Unser Immunsystem (Politiker, Kommunikationsmedien, Experten, etc.) hat es bisher vielleicht geschafft, die mögliche Betroffenheit und ihre Ausbreitung zu unterbinden. Der Diskurs der Politik und Medien präsentiert uns die Krise als eine abstrakte und unerreichbare Problematik, auf die nur Leute reagieren können, deren Diskurs und Praxis ebenso abstrakt und unerreichbar sind. In erster Linie also die Staaten, aber dann auch all die Apparate der alten Politik.<br />
Der politischen Linke, erbitterte Feindin jedes gesellschaftlichen Protagonismus, aus dem sie selbst keinen Profit schlagen kann, ist die Kraft der Betroffenheit völlig fremd. Trotzdem käme ihr hier eine entscheidende Rolle zu: Neue Drehbücher vorzuschlagen, die das Politkspektakel von oben her erneuern und verjüngen könnten.</em></p></blockquote>
<blockquote class="tr_bq"><p><em>2) Bisher manifestiert sich die Betroffenheit vielleicht nur als Angst. Angst davor, dass sich die Versprechen, nach denen wir alle leben, in Luft auflösen: Dass alles immer besser wird, dass Immobilienpreise immer steigen werden, dass ein Euro auf der Bank morgen 1,50 Euro wert sein wird. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass der Slogan »Die Krise sollen sie selbst bezahlen« nicht so richtig gezündet hat. Die Angst weiß nur allzu gut, dass es keinen Unterschied zwischen »ihnen« und »uns« gibt, dass »wir« alle durch Hypotheken, Rentenfonds, Lebensstile an »sie« gebunden sind. »Die Spekulation ist kein Privileg der Spekulanten, sondern sie ist Teil der konsumistischen Eigenschaft aller: Reicher, Armer und ganz Armer. Jeder, der seine Ersparnisse auf der Bank hat, spekuliert bereits. Vielleicht hat das niemand tatsächlich gewollt, aber trotzdem sind wir alle Teil des Spiels. Nur weil es vielleicht dickere Fische als einen selbst im Markt gibt heißt das nicht, dass man selbst nicht ebenfalls nach ihrer Logik funktioniert« (Ignacio Lewkowicz, argentinischer Historiker und Philosoph, 1961-2004).</em></p></blockquote>
<blockquote class="tr_bq"><p><em>3) Vielleicht haben wir bisher aber auch einfach noch nicht die richtigen Methoden (Gesten, Ästhetiken, Zeiten) gefunden, die in der Lage wären, die Betroffenheit politisch auszudrücken.<br />
Die Angst zwingt uns eine Wahrheit auf: Wir können nicht tagsüber gegen die Banken anschreien, um dann abends so bequem die Zinsen auf unserem Konto zu überprüfen. Die Angst macht es uns einfach, Verantwortung an die abzutreten, »die es besser wissen und können«, gemeinschaftlichen Aktionen zu misstrauen, zynisch zu werden. Was gibt es noch zwischen der Angst und dem Selbstbetrug? Unideologische Wahrheiten, Aussagen, in denen sich Realismus und Herausforderung mischen, Parolen, die zugleich pragmatisch und radikal sind und die Dinge verändern: »No nos representan« (»Sie repräsentieren uns nicht«); »Mañana votamos, mañana os echamos« (»Morgen gehen wir wählen, morgen müsst Ihr gehen«); »No tendrás casa en la puta vida« (»Eine Wohnung kriegst du im Leben nicht«). Was könnte hier und heute dasselbe ausdrücken?<br />
</em></p></blockquote>
<div>In seiner zweiten These nimmt Fernández-Savater bereits 2008 den von »Occupy Wall Street« geprägten Slogan »We are the 99%« vorweg:<em> »Vielleicht ist das der Grund dafür, dass der Slogan »Die Krise sollen sie selbst bezahlen« nicht so richtig gezündet hat. Die Angst weiß nur allzu gut, dass es keinen Unterschied zwischen »ihnen« und »uns« gibt, dass »wir« alle durch Hypotheken, Rentenfonds, Lebensstile an »sie« gebunden sind.«</em></div>
<div></div>
<div>Mit seiner dritten These verschiebt er wiederum die echte Aktion, den eigentlichen Beginn eines großen Protests in die Zukunft. 2008 fehlte es den verschiedenen basisdemokratischen und anführerlosen Graswurzelbewegungen in Spanien an Möglichkeiten, ihren Protest, die Tatsache, dass die verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Missstände sie betrafen und betroffen machten, politisch auszudrücken. Anscheinend wurden diese Möglichkeiten des politischen Ausdrucks dann im Jahr 2011 durch die Revolutionen und aufkeimenden Demokratiebewegungen in den arabischen Ländern und durch die Besetzung des Tahrir-Platzes in Kairo durch ein Protestcamp geliefert. Die Politisierung der Menschen, die Ausformulierung der Kritikpunkte und die Identifizierung der Hauptgegner hatten jedoch bereits Jahre zuvor stattgefunden. Selbst einige der bekanntesten Slogans der Bewegung 15-M waren im Jahr 2011 bereits seit einigen Jahren genutzt worden: »Sie repräsentieren uns nicht«, »Die Krise sollen sie selbst bezahlen«. Man erkennt auch eine Reihe von Schlüsseldaten, die alle an einem 15. stattfanden: 15-F (2003), 15-N (2008), 15-M und 15-O (2011) und jetzt 15-J (2012). Ob der 15. Mai 2011 bewusst als Datum gewählt wurde, um an die identitätsstiftenden Protestaktionen von 2003 und 2008 anzuknüpfen und eine Kontinuität herzustellen, lässt sich derzeit allerdings nicht feststellen.</div>
<div></div>
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		<title>Zwischen Puerta del Sol und dem Tahrir-Platz</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 16:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Spanische Protestbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[15-M]]></category>
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		<description><![CDATA[Der spanische Journalist Amador Fernández-Savater verbrachte, begleitet von seinem Freund David PM, im Dezember auf Einladung des Goethe-Instituts eine Woche in Kairo, um anlässlich einer Tagung über «Politik und Kultur in Zeiten des Wandels» seine Sicht auf die spanische Protestbewegung darzustellen. Die Erfahrungen in Kairo und seine Überlegungen zum Dialog zwischen der ägyptischen und der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=22&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear:both;text-align:left;"><strong>Der spanische Journalist Amador Fernández-Savater verbrachte, begleitet von seinem Freund David PM, im Dezember auf Einladung des Goethe-Instituts eine Woche in Kairo, um anlässlich einer Tagung über «Politik und Kultur in Zeiten des Wandels» seine Sicht auf die spanische Protestbewegung darzustellen. Die Erfahrungen in Kairo und seine Überlegungen zum Dialog zwischen der ägyptischen und der spanischen Protestbewegung sind Gegenstand der folgenden Aufzeichnungen.</strong></div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:center;"><a style="margin-left:1em;margin-right:1em;" href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/tahrir.jpg"><img src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/tahrir.jpg?w=640&#038;h=480" alt="" width="640" height="480" border="0" /></a></div>
<p><strong><br />
</strong></p>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Sie durchsuchen uns und verlangen Ausweispapiere, bevor wir den Tahrir-Platz betreten können, der seit den ersten Tagen der Wahlen erneut besetzt ist. Ein junger, in eine Schutzweste gezwängter Revolutionär erklärt uns die Maßnahme. Es gehe darum, wenn immer möglich zu verhindern, dass Schläger auf den Platz gelangten, die dafür bezahlt würden, Chaos zu verbreiten, die Proteste zu diskreditieren und so Mubarak (früher) und das Militär (heute) zu rechtfertigen. «Wo kommt ihr her?» fragt er uns. Wir antworten wie immer: «Midan [Platz] Sol». Die Puerta del Sol wird schon wie eine andere Stadt, ein anderes Land gehandelt: der beste Ausweis, den wir auf dem Tahrir-Platz vorweisen können. Er schlägt sich mit der Faust auf die Brust und streckt uns lächelnd die Hand entgegen: «Erzählt die Wahrheit über die Vorgänge in Ägypten, wenn ihr zurückkehrt!»</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><span id="more-22"></span></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Die Wahrheit über die Vorgänge in Ägypten? Die Wache auf dem Platz spielt bestimmt darauf an, dass sich die Situation nach dem Fall von Mubarak nicht wirklich verbessert hat. Manche sagen uns sogar, das Gegenteil sei der Fall. Das Militär führt dasselbe Regime wie Mubarak, aber ohne Mubarak – mit politischem Despotismus, wirtschaftlicher Ausplünderung, verbreiteter Korruption, zudem mit Angst und Lüge als Regierungsstrategie. Die Repression ist sogar heftiger als zuvor: Die Kundgebungen werden gewaltsam angegriffen, teils mit Schusswaffen. Das Notstandsgesetz von 1981, das willkürliche Festnahmen ohne Anklage und nachfolgendem Prozess erlaubt, ist noch immer in Kraft. Es gibt zwölftausend verhaftete Demonstranten, und alle Zivilpersonen müssen damit rechnen, vor militärische Gerichte gestellt zu werden. Es wird von vielen Fällen von Folter und Misshandlungen berichtet, zum Beispiel von «Jungfernschaftstests» bei den festgenommenen Frauen. Die Medienmanipulation im öffentlichen Fernsehen ist allgegenwärtig.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Ein allzu schwerer Auftrag, den uns die Wache vom Tahrir-Platz erteilt hat. David und ich verbringen nur ein paar Tage in Kairo. Nur noch wenige sind übrig. Wir spüren, dass wir erst langsam genauer zu verstehen beginnen. Und gewiss gibt es sehr viel vertrauenswürdigere Quellen, um sich zu informieren, was in Ägypten vor sich geht. Vielleicht sind die Aufzeichnungen über den zerbrechlichen und vielschichtigen Dialog zwischen Midan Sol und Midan Tahrir, zwischen der Bewegung 15-M [die spanische Protestbewegung, die am 15. Mai 2011 ihren Anfang nahm] und dem <em>arabischen Frühling</em> das Wertvollste, was wir zurückbringen können – ein Dialog, den wir immer wieder in Gang zu bringen versucht haben. Sind Midan Sol und Midan Tahrir zwei verschiedene Welten, eine einzige – oder beides aufs Mal? In welchem Sinne können wir sagen, dass wir einen gemeinsamen Kampf führen?</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Um zu reisen, braucht es Gesellschaft. Nur in Begleitung können wir die typische Distanz des Touristen überwinden, der entweder allzu verloren und verstört durch das Land reist – oder allzu komfortabel in der Luftblase der ausgetretenen Touristenpfade. Wir brauchen Gesellschaft, um uns zu verlieren, ohne verloren zu gehen, um jenseits der Klischees und Stereotypen zu gelangen – in Kairo und im Leben. Wir hatten das Glück, auf die Gesellschaft von Olga (Rodríguez) und Rosa (Pertéz) zählen zu können. Olga hat uns mit ihren Berichten und Analysen zur ägyptischen Wirklichkeit in <a style="color:#027ac6;text-decoration:none;" title="Link zur Online-Ausgabe (in Spanisch)" href="http://www.publico.es/">«Público»</a> und <a style="color:#027ac6;text-decoration:none;" title="Link zur Online-Ausgabe (in Spanisch)" href="http://periodismohumano.com/">«periodismohumano»</a> bereits früher begleitet. Rosa übersetzte meinen Vortrag im Goethe-Institut, reiste vor einem Jahr nach Ägypten, um Arabisch zu lernen, und erlebte, wie ihr Leben durch die Revolution berührt und bereichert wurde. Olga und Rosa haben uns manches erklärt und viele Bezüge hergestellt. Sie haben uns geholfen, auf gewisse Dinge zu achten und die Codes zu übersetzen. Sie haben uns mit anderen Visionen, Personen und Erzählungen in Kontakt gebracht. Und wir hatten es phänomenal miteinander. Den beiden, aber auch Tarek (Shalaby), Hassan (Soliman), Marc (Almodóvar), Ahmed (Ebeid) und Nico (Salazar) tausendmal Sucram [Dank]!</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><strong>Puerta del Sol und Tahrir-Platz: Räume für uns alle</strong><br />
Wir fragen Olga und Marc, welche Parallelen sie zwischen Puerta del Sol und dem Tahrir-Platz sehen. Und es kommen einige Zusammenhänge zum Vorschein: Der ägyptische Aufstand hat keine Führer. Wortführer gibt es immer. Doch wenn einem unter ihnen die Berühmtheit in den Kopf steigt und er versucht, zum Führer aufzusteigen, wird er sogleich daran erinnert, dass er nur einer unter vielen ist. Wie die beiden uns erzählen, geschah dies zum Beispiel mit Wael Ghonim, dem Google-Angestellten, der in Facebook zur Kundgebung vom 25. Januar aufgerufen hatte und in den ersten Tagen des Aufstandes festgenommen wurde. Als Ghonim aus dem Gefängnis kam, soll er die zweite Ansprache von Mubarak, in der dieser seinen Rücktritt in sechs Monaten ankündigte, gutgeheißen und die Leute dazu aufgefordert haben, nach Hause zu gehen. Doch niemand beachtete diese Aufforderung, obschon man sehr dankbar war, was er zur Sache beigetragen hatte. Marc erzählt uns, dass es zwischen Januar und Februar keine Flaggen auf dem Platz gab, sondern eine Vielzahl an individuellen Transparenten mit originellen Botschaften, Wortspielen oder viel Spott über das Regime. Die Sprache der Parolen auf dem Tahrir-Platz war nicht deutlich politisch kodifiziert. Sie war und ist direkt und einfach: «Brot», «Freiheit», «Würde», «soziale Gerechtigkeit» (Rosa erklärt uns, dass «Brot» und «Leben» in Arabisch gleich ausgesprochen wird). «Genug Unterdrückung, Hunger, Demütigung und Elend!» «Fort mit Mubarak!» Jeder kann sich in diesen Parolen wiedererkennen. Sie bringen es auf den Punkt, sind universell und einschließend, nicht anders wie etwa «Echte Demokratie jetzt!» oder «Wir sind Menschen und keine Ware in den Händen von Politikern und Bankiers.» Weniger ist mehr, sowohl auf dem Tahrir-Platz wie auf der Puerta del Sol. Die Worte, die zu Beginn leer, flach und abstrakt erscheinen, haben trotz allem die Kraft, die Situation zu öffnen und viele unterschiedliche Anliegen zu vereinen.</div>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;"><span style="color:#993366;">_________________________________________________________</span></h5>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;">Die Wucht des Tahrir während des Aufstandes im Januar und Februar</h5>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;">bestand in der Vielfalt, die auf dem Platz lebte.</h5>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;text-align:right;padding:0;"><span style="color:#993366;">_________________________________________________________</span></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Die Wucht des Tahrir während des Aufstandes im Januar und Februar bestand in der Vielfalt, die auf dem Platz lebte: Mittelklasse und einfaches Volk, Männer und Frauen, Erwachsene und Jugendliche, Moslems und koptische Christen. «Es waren nicht nur Linke», sagt uns Tarek. «Es gab ein bisschen von allem.» Olga erzählt uns, dass die ersten Communiqués, die vom Platz aus abgegeben wurden, einfach mit «Die Leute vom Tahrir» unterschrieben waren: ein Namen für die, die keinen Namen haben, ein Raum, zu dem sich jedermann dazuzählen kann. Immer wieder kommen uns die Schlüsselwörter der spanischen Bewegung 15-M in den Sinn: Einschließlichkeit, Respekt, «wir sind alle» …</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><a style="color:#027ac6;text-decoration:none;" href="http://walbei.files.wordpress.com/2011/12/unidad1-300x225.jpg"><img class=" wp-image-2938 alignleft" title="unidad1-300x225" src="http://walbei.files.wordpress.com/2011/12/unidad1-300x225.jpg?w=240&#038;h=180&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Noch gibt es auf dem Platz Spuren dieser Gemeinschaft zwischen Unterschiedlichen: An den Wänden fällt uns ein Grafitto auf: ein Kreuz im Innern eines Halbmondes. Später, in einem Film, der im Goethe-Institut gezeigt wird, sehen wir in eindrücklichen Bildern, wie koptische Christen auf dem Platz die betenden Moslems vor der Polizei beschützen und gemeinsam hinter einem Spruchband mit der Aufschrift «Wir alle sind eins» marschieren. Eigentlich unmögliche Bündnisse! Doch wenn wir unseren Platz verlassen und uns auf den Anderen zu bewegen, auf jenen anderen, der bisher in einer völlig gesonderten Lebenswelt gelebt hat, geraten diese getrennten Lebenswelten in Bewegung, werden durchlässig, und das Unmögliche wird möglich.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Auf den Bildern des Platzes sieht man auch sehr viele Frauen. So sagt die Aktivistin <a style="color:#027ac6;text-decoration:none;" title="Link zum Interview in spanischer Sprache" href="http://minotauro.periodismohumano.com/2011/06/13/si-el-cambio-real-es-global-todo-sera-mas-facil-para-egipto/">Gigi Ibrahim in einem Interview mit Olga</a>: «Während der achtzehn Tage des Protestes auf dem Tahrir-Platz waren wir Frauen unangefochtene Teilnehmerinnen, Hand in Hand mit den Männern. Wir wurden mit Respekt behandelt. Man hörte uns zu und folgte uns.» Auch sehr viele Jugendliche waren anwesend. Marc erklärte uns das so: Erwachsen wird man in Ägypten, wenn man heiratet. Doch ist Heiraten in letzter Zeit – etwa wegen der Wohnung oder der Einkünfte – sehr viel komplizierter geworden. Das Unbehagen einer Jugend, die zwar alphabetisiert, aber ohne Perspektive ist, brach im Aufstand mit großer Wucht hervor. Was ist eigentlich los? Auch in Ägypten haben sie kein Daheim.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Später sind die Flaggen auf den Tahrir-Platz zurückgekehrt – vor allem die ägyptische Flagge –, ebenso die ethnischen Spannungen und die Spannung zwischen den Geschlechtern. Man sagt uns, dies sei jeweils abhängig davon, wie viele Leute auf dem Platz zusammenkämen: Wenn es viele Leute sind, ist der Geist der Einheit und des Respektes groß. Wenn es nur wenige sind, treten die latenten gesellschaftlichen Spaltungen zutage, welche die Mächtigen nach Belieben instrumentalisieren können.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><strong>Zeit des Humus</strong><br />
Wir erlebten es ein-, zwei-, dreimal: Hier kommt niemand pünktlich zu einer Verabredung. Es kann durchaus vorkommen, dass man stundenlang wartet. Wie ist das möglich? Tarek erklärt es uns lachend: «Wenn du dich mit einem Ägypter verabredest, wählst du am besten einen Ort aus, wo du jederzeit einen Plan B oder C in der Hinterhand hast.»</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">David war in Marokko und ist nicht sehr überrascht. Für mich aber war die Erfahrung ein Schock. Mich dünkte, alles geht furchtbar langsam und kommt immer zu spät. Doch das ist meine Sicht, die Sicht von jemandem, der die Hetze gewohnt ist, wie sie in den westlichen Ländern vorherrscht. Die Zeit wird voll genutzt: dieses dauernde Rennen, um doch nur am selben Ort anzukommen, dieses dauernde Gefühl, keine Zeit zu haben und tausend Dinge zu versäumen! Und nun das außerordentliche, allerdings von fixierten Terminen umzingelte Vergnügen, «Zeit zu verlieren»! Der politischen Aktivismus schien mir immer entlang dieser Logik der Effizienz zu funktionieren, die letztlich die kapitalistische Logik der Produktivität ist. Für das Unproduktive, die schlaffen Momente, das ziel- und objektlose Nachdenken und Zusammensein hat es kaum Zeit.</div>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;"><span style="color:#993366;">___________________________________________________________________</span></h5>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;">Jeder trägt von seinem Platz aus dazu bei,</h5>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;">jedoch ohne sich ins Zentrum zu stellen und die Vorgänge übers Knie zu brechen.</h5>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;">Es hat keine Eile.</h5>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;text-align:right;padding:0;"><span style="color:#993366;">___________________________________________________________________</span></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Die ägyptische Revolution scheint anders zu ticken. Es gibt hier eine Zeit des Verborgenen, des Humus. Im Stillen, fast nicht Wahrnehmbaren bereitet sich etwas vor. Jeder trägt von seinem Platz aus dazu bei, jedoch ohne sich ins Zentrum zu stellen und die Vorgänge übers Knie zu brechen. Es hat keine Eile. Es geht vor allem darum, aufmerksam und einsatzbereit zu sein, wachsam, um sich einzumischen in das, was kommen mag – zur Not auch unmittelbar … Plötzlich ist der Humus reif, und man muss nun handeln. – Wirkzeit gegenüber einer Zeit der Dringlichkeit.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Nach dem, was uns die Leute sagen, scheint die ägyptische Revolution keine allzu klaren langfristigen Strategien zu verfolgen. Aber man vertraut darauf, dass die Ausgangslage offen geworden und ein Prozess in Gang gekommen ist. Zuweilen nimmt man diesen Prozess nicht wahr. Doch das heißt nicht, dass er nicht im Gange ist, sondern vielmehr dass es sich um einen unterirdischen und diskontinuierlichen Prozess handelt. Man vertraut darauf, dass die Revolution Kräfte freigesetzt und das Leben der Menschen ein für alle Mal geprägt hat – und dass es keinen Weg zurück gibt. Man vertraut nicht so sehr in die Zukunft, jedoch in eine Gegenwart, die voller Möglichkeiten für die Zukunft ist. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber bestimmt irgendwann werden wir auf den Tahrir-Platz zurückkehren.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Wenn wir das Rendezvous mit der Revolution herbeizwingen, wird sie uns in Angst versetzen. Sie hat ihre Zeit und lässt sich nicht drängen. Der Kunstgriff, um uns mit ihr zu treffen, besteht darin, den Weg mit einem Plan B oder C weiter zu gehen. Nur so kreuzen sich unsere Wege.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><strong>Technologie als Organisation</strong></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><a style="color:#027ac6;text-decoration:none;" href="http://walbei.files.wordpress.com/2011/12/facebook-tahrir-square-300x214.jpg"><img class="alignleft  wp-image-2942" title="Facebook-Tahrir-Square-300x214" src="http://walbei.files.wordpress.com/2011/12/facebook-tahrir-square-300x214.jpg?w=240&#038;h=171&#038;h=171" alt="" width="240" height="171" /></a></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Niemand spricht den sozialen Netzwerken ihre Wichtigkeit beim Aufstand des Tahrir-Platzes ab. Sogar jene, die glauben, dass die sozialen Netzwerke überbewertet werden und die entscheidende Rolle der Kämpfe in den Fabriken beim Sturz von Mubarak übersehen wird, billigen den sozialen Netzwerken ihren Wert zu. Twitter, Facebook und YouTube werden politisch intensiv genutzt – intensiver als in Spanien. Ich könnte keine zehn führende spanische Blogger nennen. Doch die ägyptischen Freunde zählen uns einen nach dem anderen auf. Die Technologie mag überall dieselbe sein. Unterschiedlich ist nicht so sehr der leichtere Zugang in Spanien, sondern die Notwendigkeit in Ägypten, etwas damit anzufangen. Diese weitherum empfundene Notwendigkeit hat in Ägypten eine veritable Kultur des Widerstands im Internet hervorgebracht. Die sozialen Netzwerke sind eine der besten Möglichkeiten, der Manipulation durch das Fernsehen auszuweichen, aufzuzeigen, was man verborgen halten möchte, andere Stimmen und Erzählungen hörbar zu machen und sich auf der Straße zu organisieren. Man spricht von Facebook-Seiten, als wären es politische Organisationen. Und wenn wir Tarek fragen, welche Gruppen am erfolgreichsten zu Protesten aufrufen, antwortet er in allem Ernst: YouTube. Die ägyptischen Aktivisten zeichnen alles auf. Keine Szene polizeilicher Gewalt darf unbestraft bleiben oder unbemerkt stattfinden. Jeder Missbrauch, jede Ungerechtigkeit muss registriert und bekanntgemacht werden. Die Flut der Desinformation mit ihrer offiziellen Schilderung der Realität ist wuchtiger als in Spanien. Unser Problem in Spanien ist also nicht so sehr, dass verheimlicht wird, was geschieht, und dass wir die Wirklichkeit nicht kennen, sondern: Was können wir mit dem anfangen, was wir bereits wissen?</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><strong>Gewaltlosigkeit, Widerstand und Legitimität</strong><br />
Im Gespräch zwischen Midan Sol und Midan Tahrir gibt es möglicherweise in Bezug auf die Gewaltlosigkeit ein Missverständnis – oder ein voreiliges Einverständnis: Es wurde uns vom ägyptischen Widerstand ein allzu süßes Bild vermittelt. Es gibt keine Waffen in der Revolution, auch keine spezialisierten, gewaltbereiten Gruppen, die gesondert agieren. Doch um den Platz verteidigen zu können, mussten und müssen oft Steine und Feuer eingesetzt werden. Das Neue des 25. Januar gegenüber den früheren Protesten ist, dass sich die Leute nicht auflösen und vom Platz vertreiben ließen und den brutalen Angriffen einer skrupellosen Polizei mit Festigkeit widerstanden. Erinnern wir uns, dass beim Aufstand im Januar und Februar achthundert Menschen starben. Achthundert Menschen! Eine puristische Auffassung von Gewaltlosigkeit läuft Gefahr, sich vom Widerstand der Ägypter auf dem Tahrir-Platz zu distanzieren, während dort in der Regel niemand daran zweifelt, dass es sich um eine friedliche Revolution handelt. Jemand sagte uns diesbezüglich: «Anders kann nicht erklärt werden, warum die Kameltreiber und Schläger, die Mubarak auf die Demonstranten auf dem <a style="color:#027ac6;text-decoration:none;" href="http://walbei.files.wordpress.com/2011/12/ajedrez-300x200.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2944" title="ajedrez-300x200" src="http://walbei.files.wordpress.com/2011/12/ajedrez-300x200.jpg?w=780" alt="" /></a>Tahrir-Platz loshetzte, nur gefangen genommen und anschließend der Polizei übergeben oder in die Metro gesetzt wurden, um so Lynchmorde zu verhindern.» Es ist schlicht so, dass die Grenze zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit hier und dort anders verläuft. Marc erzählt uns, dass er jemanden, der einen Molotow-Cocktail gegen die Polizei schleuderte, habe schreien hören: «Friede jetzt!» Wichtig ist, dass es sich um defensive Gewalt handelt, welche die eroberten und der Macht entrissenen Orte schützt. Das unterscheidet sie deutlich von der Strategie bewaffneter Gruppen und Avantgarden, die während des zwanzigsten Jahrhunderts versuchten, die Macht gewaltsam zu erobern. Das interessanteste Gespräch zwischen Midan Sol und Midan Tahrir dreht sich nicht um den mehr oder weniger friedlichen Charakter der Aktionen, sondern um deren Legitimität in den Augen aller, um den Raum, den sie bilden, und ob sich alle darin wiedererkennen und einbezogen fühlen, also ob es tatsächlich Aktionen aus einem Konsens heraus sind, die einen «gemeinsamen Sinn» ergeben.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Achthundert Tote beim Aufstand. Aus europäischer Sicht ist das schwer zu verstehen: Wie konnten und können die Leute in Massen auf den Platz strömen, wenn sie doch wussten, worauf sie sich einließen? Tarek erzählt uns, dass man im Januar rief: «Heute werde ich sterben», dass dies aber nicht bedeutete, dass die Leute sich in der Konfrontation opfern wollten, sondern dass alle verstanden, dass es sie treffen konnte. Auf diese Art wurde dem Regime zu verstehen gegeben, dass es sich nicht mehr halten konnte, indem es mit der Angst rechnete, die aus uns Konservative, Bewahrer des Bestehenden macht. Denn dies wurde den Menschen kollektiv ausgetrieben bis zu jenem Punkt, wo die Menschen ihr Leben nicht mehr um jeden Preis und in jeder Form bewahren wollten. «Jetzt leben wir endlich», ruft ein Demonstrant in einem anderen Video, das wir im Goethe-Institut sahen. Wir sind so lebendig, dass wir das Leben riskieren.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Eines Abends aßen wir mit Aktivisten des Tahrir-Platzes. Ihre Geschichten beeindruckten uns. Einer hat das Bein von Schrotkugeln durchlöchert. Ein anderer wurde im März in Syrien verhaftet und gefoltert. Manche kennen die ägyptischen Gefängnisse von innen. Alle haben Freunde verloren. Alle haben Freunde im Gefängnis. Aber wir spüren weder Groll noch Ressentiments gegen irgendwelche Seite. Und wir vernehmen auch nicht, wie von Hass geredet wird. Trotz all des Schmerzes vermitteln uns die Aktivisten vom Tahrir-Platz eine seltsame Freude, eine deutlich veränderte Lebensintensität und immer ein riesengroßes Vertrauen in die Zukunft der Revolution. So wie Mubarak fiel, werden auch die Mini-Mubaraks fallen, die alle Institutionen des Landes regieren.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Auf dem Tahrir-Platz sehen wir viele mit einem Pflaster über einem Auge. Die Polizei schoss mit Schrot auf Gesichtshöhe gegen die Demonstranten. Auf den Wänden sieht man immer wieder die gemalten Umrisse des Gesichts eines Soldaten, von dem es ein Video gibt, wo er sich damit brüstet, wie gut er die Augen der Demonstranten ausschießen kann. Das Graffito ist zum Symbol geworden. Manche tragen es, «nicht wegen meines, sondern wegen des Auges, das mein Bruder (oder mein Freund, mein Nachbar, mein Kollege) verloren hat». Es geht darum, die Wunden im öffentlichen Raum zu zeigen, entgegen der offiziellen Absicht, zu vergessen und ein Bild der Normalität aufrecht zu erhalten.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Die Erinnerung an die «Märtyrer» der Revolution – so werden die Gefallenen genannt – ist allgegenwärtig: auf Fotos, Plakaten, Graffitis und in Form von symbolischen Särgen auf Plätzen mit viel Publikumsverkehr. Die Verwandten haben in der Organisation der Proteste ein besonderes Gewicht. Den Kampf des gefallenen Liebsten weiterzuführen, ist eine Form, dessen Andenken zu ehren und seinem Tod Sinn zu geben. Andere wiederum sind besorgt, wenn sie auf dem Platz beobachten, wie die Märtyrer in extremer Art als Vorbild dargestellt werden. Wir fragen uns, wo wohl das zerbrechliche Gleichgewicht liegt zwischen der Notwendigkeit, der Toten zu gedenken, und der Gefahr, diese als Helden zu verklären. Und wir finden keine Antwort.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><strong>Politik und Freunde</strong><br />
Auffällig ist, wie eng die sozialen Bindungen sind. Den ägyptischen Freunden fällt es sehr schwer sich vorzustellen, dass man im Westen wie Atome nach Belieben mit anderen Bindungen eingeht und diese wieder auflöst. Laut Hassan existiert jemand nur in seinen Nachbarn, Freunden und Verwandten, nur wegen ihnen und durch sie. Er ist ein Kreuzungspunkt im Gestrüpp der Beziehungen. «In meinem Quartier und meinem Haus bin ich sicher – nicht wegen des Gesetzes oder der Polizei, sondern weil ich meinen Nachbarn vertraue», sagt er weiter. Olga erzählt uns, es sei ganz normal, dass Freunde die Eltern ihrer Freunde kennen und an ihrem Leben teilhaben, was für uns eine doch recht eigenartige Vorstellung ist. Und sie schließt mit den Worten: «Den Tahrir-Platz kann man ohne die Freunde nicht verstehen.» Dann geht sie, begleitet von ihren Freunden.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Wie eng die Bindungen sind, sieht man auf der Strasse: Sie ist belebt, bevölkert, bewohnt, überwuchert und bunt – ein stetes Gewimmel von Menschen, die kommen und gehen, die verkaufen, sich unterhalten, beten, Tee trinken und den öffentlichen Raum besetzen. Die Strasse ist ein Ort des Lebens, der mit der überregulierten Stadt des Westens nichts gemein hat, wo ein Trinkgelage oder Jugendliche, die auf einem Platz oder in einem städtischen Park Trommel spielen, eine Normwidrigkeit darstellen, die sofort aufgelöst werden muss. Kairo ist im Guten wie im Schlechten ein großes Chaos, eine einzige Normwidrigkeit. Trug diese alltägliche Erfahrung der Stadt und das damit verbundene Wissen etwas zum rebellischen Gewimmel des Tahrir-Platzes bei?</div>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;"><span style="color:#993366;">________________________________________________</span></h5>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;">Kairo ist im Guten wie im Schlechten ein großes Chaos,</h5>
<h5 style="background-color:white;color:#494949;font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;line-height:20px;text-align:right;margin:0;padding:0;">eine einzige Normwidrigkeit.</h5>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;text-align:right;padding:0;"><span style="color:#993366;">________________________________________________</span></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Als wir eines Tages durch die Mohamed Mahmud-Strasse gingen, die im Zentrum der letzten Proteste stand, blieben wir vor dem Spektakel stehen, das sich uns bot: die Wände voller Graffiti, alle Fenster gegen die Strasse eingeworfen oder durchlöchert. Eine hohe Mauer, von der Polizei hochgezogen, versperrte die Strasse. Es wimmelte von Rebellen des Tahrir-Platzes. Angestellte von <em>Pizza Hut</em> wischten den Bürgersteig unter dem aufmerksamen Blick ihres Vorgesetzten. Und plötzlich etwa fünfzig Personen in Anzug und Krawatte, die von einer Hochzeit kamen und glücklich die Strasse überquerten und dabei sangen. Einer von ihnen sieht uns an und antwortet auf unsere Sprachlosigkeit: «Welcome to Egypt!»</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Die enge soziale Bindung ist zwiespältig. Der andere achtet auf dich, um dich zu beschützen – oder zu überwachen. Gegenüber unserem Hotel gibt es einen kleinen Park, wo Paare hingehen. Die Mutigsten halten sich die Hände. Die soziale Bindung in der Ungleichheit funktioniert auch, um jeden an seinen Platz zu stellen. Von dieser Bindung ausgestoßen zu werden, ist die härteste Strafe. Das ist das Schicksal der verstoßenen Frauen, die wir in der Strasse betteln sehen. Die größte Strafe ist die Isolation.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Man deutet die Bewegung 15-M als ein «Erwachen» aus dem Individualismus. In den Vereinigten Staaten, wo dieser noch ausgeprägter ist, spricht man im Zusammenhang mit Occupy Wall Street vom «Wunder des Zusammenseins». In Ägypten bestünde das Wunder vielleicht eher darin, dass man mit dem anderen zusammenkommt aufgrund eines gemeinsamen politischen Anliegens und indem man die soziale Spaltung – zwischen Männern und Frauen, zwischen Kopten und Moslems usw. – auf der Grundlage der Gleichberechtigung überbrückt.</div>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:center;"><a style="clear:left;float:left;margin-bottom:1em;margin-right:1em;" href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/tahrir-puerta-del-sol-300x1991.jpg"><img src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/tahrir-puerta-del-sol-300x1991.jpg?w=200&#038;h=131" alt="" width="200" height="131" border="0" /></a></div>
<p><a style="margin-left:1em;margin-right:1em;text-align:center;" href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/puerta-del-sol-madrid-tahrir-square-300x1991.jpg"><img src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/puerta-del-sol-madrid-tahrir-square-300x1991.jpg?w=200&#038;h=131" alt="" width="200" height="131" border="0" /></a></p>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><strong>Die erneute Öffnung der Geschichte</strong></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Diktatur, Militärmacht, Religion und sexuelle Repression… Auf einmal drängt sich der Gedanke auf: «All dies ist wie in Spanien vor dreißig Jahren.» Wie wenn die Geschichte ein einziges Geleise wäre, auf dem sich die einen weiter vorne befänden als die anderen. «Wir sind dreißig Jahre voraus», «sie sind zurückgeblieben», «ach, was die noch alles vor sich haben». Doch die ägyptischen Freunde sind diesbezüglich sehr klar: «Wir wollen von der politischen, wirtschaftlichen, sexuellen und religiösen Unterdrückung loskommen. Doch dies bedeutet nicht, dass wir das westliche Modell der Demokratie, des Marktes, der Beziehungen zwischen den Geschlechtern und der (Anti-)Spiritualität wollen.» Während sich der Westen als Richter und Ideal aufspielt, wollen unsere ägyptischen Freunde eigene Wege ohne vorgegebenes Modell finden. Wenn dem nicht so wäre, hätte der <em>arabische Frühling</em> uns nur sehr wenig zu sagen. Sein Heldentum gegen die Tyrannei würde uns bewegen – mehr nicht. Wir könnten nichts von ihm lernen. Ein Dialog wäre nicht möglich.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Doch dies ist nicht der Fall. Der <em>arabische Frühling</em> ist nicht Ausdruck der Letzten in der Reihe, die ans «Ende der Geschichte» gelangen will. Tatsächlich sagt uns Hassan: «Wir wissen, dass in Spanien auch keine Demokratie herrscht.» Immer klarer wird, dass die Ehe zwischen Demokratie und Kapitalismus nur punktuell war und im besten Fall eine Zweckehe – im schlechtesten Fall ein Betrug. Der <em>arabische Frühling</em> bedeutet daher nicht, dass die Idee des «Endes der Geschichte» erneut gestärkt wird, sondern im Gegenteil dass die Geschichte sich erneut auftut, dass sie «aufwacht», wie <a style="color:#027ac6;text-decoration:none;" title="Link zur Kurzbesprechung des Buches (auf Französisch)" href="http://www.editions-lignes.com/LE-REVEIL-DE-L-HISTOIRE.html">Alain Badiou geschrieben hat</a> und damit eine Metapher aufnahm, die heute an so vielen Orten Widerhall findet. Nur von daher wird ein Dialog wieder möglich, in dem uns das Wort des anderen wirklich interessiert, weil es uns verändern kann. Darum ist dieser Dialog zwischen Midan Sol und Midan Tahrir (und Occupy usw.) ein Spiel des gegenseitigen Lernens, der Anleihen und der Wiederaneignung.</div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;">Die Welle, die von Tunesien und Ägypten ausgeht, hat die Möglichkeit geschaffen, für andere Formen der Lebensorganisation in einer globalisierten und daher immer gemeinsameren Welt zu kämpfen. Nun hängt es von uns ab, dies weiterzudenken, zu pflegen, fortzuführen und Höchstformen zu finden, wie das gemeinsame Leben organisiert werden kann. Die Situation ist offen, alles ist noch zu tun. Das ist vielleicht nicht genau das, was uns die Wache auf dem Tahrir-Platz zu erzählen aufgetragen hat, wenn wir zurückkehrten. Doch es ist die Botschaft, die vom Midan Tahrir mitzubringen wir uns berechtigt fühlen.</div>
<div style="background-color:white;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"><em><span style="color:#3d85c6;">Diese Übersetzung erschien zuerst am 28. Dezember 2011 auf </span><a style="color:#015782;text-decoration:none;" href="http://walbei.wordpress.com/" target="_blank">Walter B.&#8217;s Blog »Walter Bs Textereien«</a><br />
<span style="color:#3d85c6;">Das Original erschien am 19. Dezember 2011 in spanischer Sprache auf dem </span><a style="color:#015782;text-decoration:none;" href="http://blogs.publico.es/fueradelugar/1326/entre-midan-sol-y-midan-tahrir" target="_blank">Blog von Amador Fernández-Savater</a></em></div>
<div style="background-color:white;color:#494949;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:12px;line-height:20px;margin-bottom:1.2em;margin-top:.6em;padding:0;"></div>
<div class="blogger-post-footer"><img src="https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6299114621684342446-6804744009813140971?l=www.demokratie4punkt0.de" alt="" width="1" height="1" /></div>
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		<title>Andere Weihnachten sind möglich – Anregungen zum verantwortungsvollen Konsum</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 19:50:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die folgenden Empfehlungen wurden von Democracia Real Ya in Spanien unter dem Motto »No les compres« (»Kauf nicht von ihnen«) veröffentlicht. Sie sollen dazu anregen, den eigenen Konsum im Allgemeinen und insbesondere auch anlässlich der Weihnachtsfeiertage zu überdenken und auf nachhaltig und regional produzierte Produkte umzusteigen. Während einige der folgenden Punkte spezifisch auf die Situation [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=21&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgenden Empfehlungen wurden von Democracia Real Ya in Spanien unter dem Motto <a href="https://twitter.com/#!/search?q=%23nolescompres" target="_blank">»No les compres«</a> (»Kauf nicht von ihnen«) veröffentlicht. Sie sollen dazu anregen, den eigenen Konsum im Allgemeinen und insbesondere auch anlässlich der Weihnachtsfeiertage zu überdenken und auf nachhaltig und regional produzierte Produkte umzusteigen. Während einige der folgenden Punkte spezifisch auf die Situation in Spanien zugeschnitten sind, haben sie dennoch Gültigkeit für jeden Menschen, der sich mit seiner Rolle in der konsumorientierten Weihnachtszeit kritisch auseinandersetzt.</p>
<div class="separator" style="clear:both;text-align:center;"><a style="margin-left:1em;margin-right:1em;" href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/nolescompres1.jpg?w=200"><img src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/nolescompres1.jpg?w=200" alt="" border="0" /></a></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:left;"><span style="font-size:large;"><strong>Andere Weihnachten sind möglich</strong></span></div>
<div style="text-align:left;"><span style="font-size:large;"><strong>Kauf nicht von ihnen, kauf von anderen</strong></span></div>
<p>Wenn Du es satt hast, dass das 1% die 99% erstickt, und Du glaubst, dass es an der Zeit ist, dass der privilegierten Minderheit, die sich auf unsere Kosten bereichert, die Zügel angelegt werden, dann ist es Zeit, dass Du aktiv wirst. Wie? Ganz einfach&#8230; Indem Du sie nicht länger durchfütterst!</p>
<p><span id="more-21"></span></p>
<p>Für den Anfang machen wir es ganz einfach. Für die kommenden Feiertage (und von da an für immer) erledige Deine Einkäufe in kleinen Geschäften. Wähle Produkte, die auf ökologische und handwerkliche Weise hergestellt wurden und aus fairem und solidarischem Handel stammen. Ah, und bezahle Deine Einkäufe immer bar! Mit diesen einfachen<span style="font-family:inherit;"> Ma<span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßnahmen kannst Du bereits gro</span></span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ße Veränderungen ansto</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßen.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">Die Macht, die Dinge zu verändern, liegt in Deinen Händen!</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><br />
<span style="font-size:large;"><strong>Übertrage Deinen Konsum auf andere!</strong></span></span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf nicht bei ihnen,</span></strong> denn in Spanien werden mehr als 70% aller Steuerbetrugsdelikte von den Eigentümern gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßer Vermögen begangen und genau diese Leute stehen hinter den Gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßkonzernen.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf nicht bei ihnen,</span></strong> denn nach den derzeit geltenden Gesetzen zahlen gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ße Firmen deutlich weniger Steuern als jeder Arbeitnehmer oder als die kleinen und mittelständischen Unternehmen.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf nicht bei ihnen,</span></strong> denn jedes Mal, wenn Du ein Produkt eines gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßen multinationalen Konzerns kaufst oder in einem gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßen Supermarkt einkaufst, wandert der Gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßteil Deiner Investition auf Konten im Ausland und kann nicht mehr unter uns zirkulieren.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf nicht bei ihnen,</span></strong> denn mit ihrer Skrupellosigkeit und ihren geldgierigen Produktionsmethoden fügen sie dem Planeten irreparable Schäden zu.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf nicht bei ihnen,</span></strong> denn hinter diesen »billigen« Preisen stehen extrem hohe Kosten in Form von prekären Lebensbedingungen und gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßem </span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">Leid für Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><span style="font-size:large;"><strong>Kauf bei anderen,</strong> </span>denn die kleinen und mittelständischen Unternehmen stellen in Spanien 92% aller Arbeitsplätze. (In Deutschland generieren kleine und mittelständische Unternehmen ca. 66% aller Arbeitsplätze und stellen 99,7%(!) aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen. Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_und_mittlere_Unternehmen#Deutschland" target="_blank">Wikipedia</a>.)</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf bei anderen,</span> </strong>denn wenn Du bei einem kleinen Geschäft kaufst oder in lokale Produkte investierst, bleibt dieses Geld direkt bei den einfachen Leuten und kann weiter unter uns allen zirkulieren. </span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf ökologische Produkte,</span></strong> denn sie sind gesund für die Menschen und nachhaltig für den Planeten, da ihre Auswirkungen auf die Umwelt nur minimal sind.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Kauf Produkte aus fairem Handel (»Fair Trade«),</span> </strong>denn so sollte jede Art von Handel ablaufen: fair, gerecht und solidarisch.</span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><strong><span style="font-size:large;">Zahle immer bar,</span> </strong>denn wenn Du mit Karte bezahlst, geht ein Teil des Geldes, das Du ausgibst, an die Bank! Und ein weiterer Teil an die gro</span><span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">ßen Telekommunikationsunternehmen, die die Datenübertragung mit dem Kartenlesegerät übernehmen. Kreditkarten haben einen bedeutenden Anteil an den Gewinnen der Banken!</span><br />
<span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><br />
</span> <span style="background-color:white;color:#222222;font-size:large;line-height:16px;"><strong>Wir sind die 99%</strong></span></p>
<p><span style="background-color:white;color:#222222;font-size:large;line-height:16px;"><strong>Wollen wir das 1% noch weiter durchfüttern?</strong></span><br />
<span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><br />
</span> <span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">Das Originaldokument von Democracia Real Ya in spanischer Sprache kann <a href="http://dl.dropbox.com/u/4711198/76049062-DRY-Transferencia-de-consumo-Informacion.pdf" target="_blank">hier heruntergeladen werden</a> (PDF).</span><br />
<span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;"><br />
</span> <span style="background-color:white;color:#222222;line-height:16px;">Frohe Weihnachten Euch allen! – ¡Feliz Navidad a todo el mundo!</span></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://demokratie4punkt0.de/category/aktionen/'>Aktionen</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/spanische-protestbewegung/'>Spanische Protestbewegung</a> Tagged: <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/nolescompres-2/'>#nolescompres</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/democracia-real-ya-2/'>Democracia Real Ya</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/konsum-2/'>Konsum</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/spanien-2/'>Spanien</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/weihnachten-2/'>Weihnachten</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/21/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=21&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>15-M fordert Demokratie 4.0 – #TomaTuVoto</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 22:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>demo4punkt0</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demokratie 4.0]]></category>
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		<category><![CDATA[15-M]]></category>
		<category><![CDATA[Congreso de los Diputados]]></category>
		<category><![CDATA[Democracia 4.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Dienstag, dem 13. Dezember 2011, fand in Madrid die konstituierende Sitzung des neu gewählten spanischen Abgeordnetenhauses (Congreso de los Diputados) statt. Mitglieder von Democracia Real Ya und die Initiatoren der Initiative für eine Demokratie 4.0 nutzten diesen Moment für eine symbolische Aktion, um eine groß angelegte Kampagne für die Reformierung des Wahlrechts in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=20&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Dienstag, dem 13. Dezember 2011, fand in Madrid die konstituierende Sitzung des neu gewählten spanischen Abgeordnetenhauses (<em>Congreso de los Diputados</em>) statt. Mitglieder von Democracia Real Ya und die Initiatoren der Initiative für eine Demokratie 4.0 nutzten diesen Moment für eine symbolische Aktion, um eine groß angelegte Kampagne für die Reformierung des Wahlrechts in Spanien zu starten.</p>
<div id="attachment_24" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/unciudadanounvoto_d.jpg"><img class="size-full wp-image-24" title="15-M fordert Demokratie 4.0 – #TomaTuVoto" src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/unciudadanounvoto_d.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Bürger, eine Stimme</p></div>
<p><span style="text-align:left;">Bereits Wochen zuvor war über Facebook und Twitter unter dem Stichwort </span><a style="text-align:left;" href="https://twitter.com/#!/search/%23tomatuvoto" target="_blank">#TomaTuVoto</a><span style="text-align:left;"> (etwa »Besetze dein Stimmrecht«) dazu aufgerufen worden, an diesem Tag massenhaft Petitionen für die Einführung der Demokratie 4.0 an das Abgeordnetenhaus zu senden. <span id="more-20"></span>Bei der Demokratie 4.0 handelt es sich um ein Konzept für eine neuartige Demokratieform, eine Mischform aus repräsentativer und direkter Demokratie. Ihr Motto »<em>Un ciudadano, un voto</em>« (»Ein Bürger, eine Stimme«) spielt auf <a title="Die Rolle von Democracia Real Ya! im spanischen Wahlkampf – Teil 4 -" href="http://demokratie4punkt0.de/2011/11/24/aritmetica-doriyakitu/">Missstände im aktuellen Wahlrecht Spaniens</a> an, die dazu führen, dass in manchen Provinzen des Landes für einen Parlamentssitz deutlich weniger Stimmen erforderlich sind, als in anderen, und dass landesweit agierende kleinere Parteien gegenüber größeren deutlich benachteiligt werden. Dieser als ungerecht und den Status quo zementierende Zustand war einer der Hauptauslöser für die Bewegung 15-M und ihren Slogan »</span><span style="font-family:inherit;"><em>¡No nos representan!</em></span><span style="text-align:left;">« (»Sie repräsentieren uns nicht!«), der auf den ersten Massendemonstrationen vom 15. Mai 2011 auftauchte.</span></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 197px"><a style="margin-left:auto;margin-right:auto;" href="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/20110517235412-no-nos-representan2.jpg"><img style="border-color:initial;border-style:initial;border-width:0;" src="http://demokratie4punkt0.files.wordpress.com/2011/12/20110517235412-no-nos-representan2.jpg?w=187&#038;h=320" alt="" width="187" height="320" border="0" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot von ElMundo.es vom 17.05.2011: »Unter dem Motto ›Sie repräsenieren uns nicht‹ bringen Tausende die Puerta del Sol zum Erliegen«</p></div>
<div style="text-align:left;">Die Idee der Demokratie 4.0 sieht vor, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu eröffnen, via Internet jederzeit direkt an Abstimmungen im Abgeordnetenhaus teilzunehmen. Je nach Anzahl der direkt abstimmenden Bürger reduziert sich das Stimmgewicht der Parlamentarier proportional. Einzelheiten zu diesem Konzept finden sich <a title="Demokratie 4.0 – Was ist das?" href="http://demokratie4punkt0.de/demokratie-40-uberblick/">auf dieser Seite</a>.</div>
<div style="text-align:left;"></div>
<div><span style="text-align:left;">Während sich im Abgeordnetenhaus die Parlamentarier zur ersten Sitzung der 10. Legislaturperiode einfanden, machten Tausende Bürger im ganzen Land von ihrem Grundrecht auf Petition Gebrauch und forderten eine direktere Form der Demokratie mit größerer Kontrolle durch die Bürger. Dazu aufgerufen hatten die Plattformen Democracia Real Ya und 15-M, die auf ihren Webseiten die entsprechenden Formulare für die Petition bereitgestellt hatten.</span></div>
<div><span style="text-align:left;"><br />
</span></div>
<div><span style="text-align:left;">Um 10 Uhr morgens fand sich eine Gruppe um Juan Moreno und Francisco Jurado, den Gründern der Initiative <em>Democracia 4.0</em>, vor dem Abgeordnetenhaus in Madrid ein, um ihre Petitionsformulare persönlich bei der Kommission für Verfassungsgarantien einzureichen. Jurado sagte dazu: »Während da drinnen die Parlamentarier ihre Sitze einnehmen, fordern wir hier draußen unseren Anteil an der Staatsgewalt zurück. Drinnen findet der Politikzirkus statt, aber wir verlangen eine echte Politik« Juan Moreno hatte die Petition für eine Demokratie 4.0 bereits vor mehr als einem Jahr beim Abgeordnetenhaus eingereicht, ohne jemals Antwort darauf erhalten zu haben, obgleich das Gesetz eine Antwortpflicht des Parlaments auf derartige Verfassungspetitionen innerhalb von drei Monaten vorsieht.</span></div>
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<div><span style="text-align:left;"><span style="text-align:left;">Sollte auch in nächster Zeit keine Antwort erfolgen, plant Democracia Real Ya, Verfassungsbeschwerde einzulegen. Francisco Jurado weiter: »Wir verlangen nicht die Abschaffung der Parteien, sondern dass sie uns bei wichtigen Entscheidungen abstimmen lassen.</span></span><span style="text-align:left;">Wir wollen eine Demokratie in Echtzeit«. </span></div>
<div>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://imagenes.publico.es/resources/archivos/2011/12/13/1323810568275democraciadn.jpg"><img title="Bildquelle: El Público, 14.12.2011" src="http://imagenes.publico.es/resources/archivos/2011/12/13/1323810568275democraciadn.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: El Público, 14.12.2011</p></div>
</div>
<div class="mceTemp" style="text-align:center;"><span style="font-size:11px;line-height:17px;"><br />
</span></div>
<div><span style="text-align:left;">Die Forderung nach einer grundlegenden Reform des Wahlrechts in Spanien und nach einer Demokratieform mit größerer Bürgerbeteiligung wurde für die gerade begonnene Legislaturperiode zu einem der Hauptthemen der Bewegungen Democracia Real Ya und 15-M erklärt. </span></div>
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<div><span style="text-align:left;">(Quellen: <em><a href="http://demo4punto0.net/es/node/17" target="_blank">Democracia 4.0</a></em> und <em><a href="http://www.publico.es/espana/412019/el-15-m-reclama-democracia-4-0" target="_blank">El Público</a></em>, 14.12.2011).</span></div>
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<div style="text-align:left;"></div>
<div class="blogger-post-footer"><img src="https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6299114621684342446-8847469764103478652?l=www.demokratie4punkt0.de" alt="" width="1" height="1" /></div>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://demokratie4punkt0.de/category/aktionen/'>Aktionen</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/demokratie-4-0/'>Demokratie 4.0</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/forderungen/'>Forderungen</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/presse/'>Presse</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/category/spanische-protestbewegung/'>Spanische Protestbewegung</a> Tagged: <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/tomatuvoto/'>#tomatuvoto</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/15-m-2/'>15-M</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/congreso-de-los-diputados-2/'>Congreso de los Diputados</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/democracia-4-0-2/'>Democracia 4.0</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/democracia-real-ya-2/'>Democracia Real Ya</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/demokratie-4-0-2/'>Demokratie 4.0</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/forderungen-2/'>Forderungen</a>, <a href='http://demokratie4punkt0.de/tag/spanien-2/'>Spanien</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/demokratie4punkt0.wordpress.com/20/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=demokratie4punkt0.de&amp;blog=28983381&amp;post=20&amp;subd=demokratie4punkt0&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bildquelle: El Público, 14.12.2011</media:title>
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