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Sind Sie ein Homo Digitalis?

Von Benjamin Kloiber

Wir alle arbeiten mit ihr, lernen mit ihr, verbringen unsere Freizeit ihr, nehmen sie mit auf Familienfeste – und sogar an hohen Feiertagen darf sie nicht fehlen: Digitale Technik. Vielen ist gar nicht bewusst, wie sehr sie unser Leben in den letzten Jahren verändert hat. Völlig natürlich kommt es uns vor, wenn wir in der U-Bahn im Internet surfen oder den Computer am Schoß oder in der Hand liegen haben, anstatt auf einem massiven Tisch. Doch das Ende dieser zunehmend rascher werdenden Entwicklung ist noch nicht annähernd erreicht. Wie sieht es mit Ihnen aus? Sind Sie bereits ein Homo Digitalis?

Vieles kling verheißungsvoll, einiges furchterregend. Der Bayrische Rundfunk, die Süddeutsche Zeitung, ORF, ARTE, die Bilderfest GmbH haben gemeinsam mit Ars Electronica sowie dem Fraunhofer Institut das Projekt Homo Digitalis gestartet. Es soll ergründet werden, inwiefern sich unsere Arbeit, unsere Freizeit und auch unsere Körper oder gar unsere Liebschaften im Zuge der Digitalisierung verändern. „Haben wir künftig Sex mit Robotern?“, lautet nur eine der provozierenden Fragen, die das Projekt aufwirft.

Es geht hier nicht nur um technische Entwicklung. Es geht um die Akzeptanz dieser Technik. Womöglich könnten wir in ein paar Jahren dank eines Chips im Hirn deutlich leistungsfähiger sein, Krankheiten könnten nicht nur sofort und überall erkannt werden, sondern sogar bekämpft. Doch sind wir bereit, Cyborgs zu werden? Und vor allem: Wer kann aller ein Cyborg werden? Eine drastische Verlängerung der Lebenserwartung ist möglich. Doch wer kommt in den Genuss davon? Alle, oder nur jene, die es sich leisten können?

Fragen über Fragen. Auf viele Thematiken geht das Projekt ein. Auf einige auch nicht. Doch sehen Sie selbst. Machen Sie den Selbsttest und schauen Sie selbst, wie aufgeschlossen Sie den zum Teil krassen Veränderungen gegenüberstehen, welche die digitale Revolution bringen könnte.